Marktüberblick

Marktüberblick: Wirecard gesucht

Der deutsche Aktienmarkt konnte am Dienstag gestützt von einem schwächeren Euro und einer festen Wall Street Zugewinne verbuchen. Der DAX schloss 0,10 Prozent höher bei 12.236 Punkten. MDAX und TecDAX kletterten um 0,70 und 1,12 Prozent. In den drei Indizes gab es 56 Gewinner und 42 Verlierer....

Der deutsche Aktienmarkt konnte am Dienstag gestützt von einem schwächeren Euro und einer festen Wall Street Zugewinne verbuchen. Der DAX schloss 0,10 Prozent höher bei 12.236 Punkten. MDAX und TecDAX kletterten um 0,70 und 1,12 Prozent. In den drei Indizes gab es 56 Gewinner und 42 Verlierer. Das Abwärtsvolumen überwog jedoch mit 54 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 77,4 Millionen Aktien (Vortag: 108,9) im Wert von 3,48 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,45). Stärkste Sektoren waren Pharma & Healthcare (+1,95%), Software (+1,41%) und Immobilien (+0,94%). Die größten Abschläge waren bei Banken (-1,91%), Rohstoffwerten (-1,53%) und Technologietiteln (-0,93%) zu beobachten. Fresenius SE kletterte an der DAX-Spitze um 2,91 Prozent. Wirecard stieg trotz des ausgelaufenen Leerverkaufsverbotes nach zwischenzeitlicher deutlicher Schwäche am Ende um 2,83 Prozent. ThyssenKrupp büßte am Indexende 3,96 Prozent ein. Lufthansa verlor belastet von den festen Ölpreisen und der Anschlagsserie in Sri Lanka 2,03 Prozent.

An der Wall Street endete der Dow Jones Industrial 0,54 Prozent höher bei 26.656 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,26 Prozent nach oben auf 7.811 Zähler. 72 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Kursaufschläge. Das Aufwärtsvolumen betrug 72 Prozent. 136 neuen 52-Wochen-Hochs standen 20 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektorenindizes mit Ausnahme von Consumer Staples und Energie konnten zulegen. Am stärksten gesucht waren Healthcare und Kommunikationsdienstleister.

Am Devisenmarkt stieg der Dollar-Index bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,31 Prozent auf 97,59 Punkte. EUR/USD verlor 0,30 Prozent auf 1,1223 USD. Am stärksten unter den Hauptwährungen präsentierte sich der als sicherer Hafen geltende Yen. Die Rohstoffwährungen Kanada-Dollar und Austral-Dollar verzeichneten die größten Abschläge.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise kletterte um 0,21 Prozent auf 457,18 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 0,50 Prozent auf ein 6-Monats-Hoch bei 74,41 USD. Der Preis für US-Erdgas sackte um 2,85 Prozent auf 2,45 USD ab. Gold handelte 0,28 Prozent schwächer bei 1.274 USD (1.133 EUR).

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,03 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte um zwei Basispunkte auf 0,04 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss nach einem lustlosen Handel innerhalb der Vortagesspanne 0,08 Prozent tiefer bei 164,98 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um zwei Basispunkte auf 2,57 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend schwächer. Gegen den Trend konnte der australische ASX 200 deutlich hinzugewinnen und ein 10-Jahres-Hoch markieren.

Heute steht von der Makroseite der ifo-Geschäftsklimaindex im Fokus. Geschäftszahlen gibt es unter anderem von SAP, Novartis und Boeing. Die Aktie von Wirecard dürfte ebenfalls im Blick der Anleger stehen. Gestern hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Abend mitgeteilt, dass die japanische Softbank einen Anteil von 5 Prozent am Zahlungsabwickler übernehmen wolle. Im nachbörslichen Handel konnte die Wirecard-Aktie bereits rund 4 Prozent zulegen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0CY8 Long Wirecard Faktor: 5
CU08JR Short Wirecard Faktor: -5

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