Marktüberblick

Marktüberblick: Wirecard bricht aus

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt nahmen am Dienstag im Vorfeld der heutigen Unterzeichnung des Teilhandelsabkommens zwischen den USA und China eine abwartende Haltung ein. Der DAX endete nach einem lustlosen Handel 0,03 Prozent fester bei 13.456 Punkten. MDAX und TecDAX notierten mit Aufschlägen von 0,20 und 0,17 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 52 Gewinner und 44 Verlierer. Das Abwärtsvolumen betrug 52 Prozent. Im DAX wechselten 75,6 Millionen Aktien (Vortag: 67,2) im Wert von 3,38 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 2,97) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Einzelhandel und Banken. Am stärksten unter Druck standen Rohstoffwerte und Technologietitel. Wirecard haussierte als Spitzenreiter im DAX nach mehrtägiger Konsolidierung um 4,66 Prozent auf ein 6-Wochen-Hoch und überwand dabei die zuletzt deckelnde 50-Tage-Linie. Befeuert wurde die Rally vom Kauf des Fintech-Start-ups Plaid durch Visa. Deutsche Bank kletterte dahinter um 2,28 Prozent nach positiv aufgenommenen Geschäftszahlen von JP Morgan Chase und Citigroup. Fresenius SE gab als schwächster Indextitel um 2,89 Prozent nach. Hier belastete ein negativer Analystenkommentar.

An der Wall Street notierte der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke 0,11 Prozent höher bei 28.940 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es hingegen um 0,41 Prozent abwärts auf 9.033 Zähler. 56 Prozent der Werte an der NYSE konnten zulegen. Das Aufwärtsvolumen betrug 59 Prozent. Es gab 230 neue 52-Wochen-Hochs und acht neue Tiefs. Stark gesucht waren Gesundheitswerte und Versorger. Am schwächsten tendierten Immobilienaktien und Technologiewerte.

Am Devisenmarkt blieben die Ausschläge wie in den vorausgegangenen Tagen sehr überschaubar. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des US-Handels unverändert bei 97,38 Punkten. EUR/USD gab um 0,05 Prozent auf 1,1128 USD nach.

Der S&P GSCI Rohstoffindex legte um 0,38 Prozent auf 427,89 Punkte zu. Brent-Öl verteuerte sich um 0,62 Prozent auf 64,60 USD. Comex-Kupfer stieg um 0,14 Prozent auf 2,87 USD. Gold handelte 0,23 Prozent schwächer bei 1.547 USD (1.390 EUR). Für Silber ging es um 1,03 Prozent nach unten auf 17,81 USD. Platin und Palladium legten derweil um 0,68 und 1,93 Prozent zu.

Am Rentenmarkt legte die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,22 Prozent zu. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um einen Basispunkt auf minus 0,21 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,11 Prozent fester bei 171,04 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um drei Basispunkte auf 1,82 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh ganz überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,55 Prozent auf 173,30 Punkte. Gegen den Trend setzte der australische ASX 200 gestützt von haussierenden Goldminenaktien seine Rally fort.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf die Daten zur Industrieproduktion in der EU sowie auf den Empire State Manufacturing Index für die Region New York. Daneben könnte die Unterzeichnung des Teilhandelsabkommens zwischen den USA und China für Impulse sorgen. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Metro, Unitedhealth, Bank of America und Goldman Sachs.

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