Marktüberblick

Marktüberblick: Wacker Chemie unter Druck

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag nach einem zwischenzeitlichen Schwächeanfall in Reaktion auf eine falkenhaftere US-Notenbank zum Handelsschluss wenig verändert. Der DAX verabschiedete sich 0,10 Prozent fester bei 15.728 Punkten. Der TecDAX notierte 0,25 Prozent höher bei 3.508 Punkten. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es um homöopathische 0,02 Prozent abwärts auf 34.223 Zähler. In den drei Indizes gab es 40 Gewinner und 57 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 57 Prozent. Die Anleger griffen vor allem bei Versicherungen und Einzelhandelswerten zu. Sehr schwach tendierten hingegen Versorger und Chemiewerte. MTU belegte ohne Nachrichten mit einem Plus von 3,34 Prozent die DAX-Spitze. RWE verlor am anderen Ende 1,74 Prozent. Wacker Chemie büßte bei hohen Umsätzen 5,37 Prozent auf ein 4-Wochen-Tief bei 129,55 EUR ein und bildete damit das Schlusslicht im MDAX. Das Unternehmen ist ein Kooperationspartner von CureVac. Die CureVac-Aktie brach um drastische 44 Prozent ein, nachdem sich der entwickelte Covid-19-Impfstoff in einer Studie als lediglich zu 47 Prozent wirksam erwiesen hatte.

An der Wall Street verlor der Dow Jones Industrial 0,61 Prozent auf 33.823 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 konnte hingegen um 1,29 Prozent auf 14.164 Zähler zulegen und damit ein neues Rekordhoch erzielen. 62 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im negativen Terrain. Das Abwärtsvolumen lag bei 73 Prozent. 141 neuen 52-Wochen-Hochs standen 25 Tiefs gegenüber. Die Microsoft-Aktie stieg als stärkster Wert im Dow um 1,37 Prozent, gefolgt von Apple mit plus 1,26 Prozent. Zyklische Wert und Finanzwerte fielen derweil durch Schwäche auf. Caterpillar gab um 3,61 Prozent nach und hielt damit die rote Laterne im Leitindex. JP Morgan und Goldman Sachs verloren 2,99 respektive 2,57 Prozent. Belastet wurden die Banken von wieder nachgebenden Anleiherenditen. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries fiel um fünf Basispunkte auf 1,52 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index handelte 0,11 Prozent schwächer bei 207,94 Punkten. Die japanische Notenbank ließ wie allgemein erwartet ihre Geldpolitik unverändert und verkündete eine zeitliche Ausdehnung des Corona-Hilfs-Programms. Der S&P Future notierte zuletzt 0,15 Prozent fester. Für den DAX wird gemäß der vorbörslichen Indikation (15.731) ein nur wenig veränderter Handelsstart erwartet.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf die heimischen Erzeugerpreisdaten für den Mai. Unternehmensseitig halten Deutsche Euroshop und Freenet ihre Online-Hauptversammlungen ab. Nach US-Börsenschluss berichtete gestern bereits Adobe über den Geschäftsverlauf (nachbörslich: +2,5%) und konnte die Markterwartungen übertreffen. Brenntag hob gestern Abend die Prognose für das laufende Geschäftsjahr an (nachbörslich: +3,5%). An der Terminbörse Eurex findet der große Verfall („Hexensabbat“) statt.

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