Marktüberblick

Marktüberblick: VERBIO erfreut

Der deutsche Aktienmarkt setzte am Dienstag seinen Abwärtstrend fort. Ein um zwischenzeitlich 19 Prozent ansteigender Gaspreis und damit weiter befeuerte Rezessionssorgen wirkten als Belastungsfaktoren. Der DAX schloss 0,72 Prozent schwächer bei 12.140 Punkten, dem tiefsten Stand seit November 2020. MDAX und TecDAX verbuchten Abschläge von 0,48 und 0,04 Prozent. In den drei Indizes gab es 33 Gewinner und 66 Verlierer. Das Abwärtsvolumen betrug 77 Prozent. Mit Blick auf die Sektoren konnten lediglich Einzelhandelswerte (+1,63%), Transportwerte (+1,09%) und Technologiewerte (+0,67%) zulegen. Am schwächsten präsentierten sich Banken (-3,68%), Versorger (-1,95%) und Versicherungen (-1,35%). An der DAX-Spitze zog Zalando nachrichtenlos um 2,03 Prozent an. Deutsche Post und Siemens Energy rückten dahinter um 1,18 und 1,03 Prozent vor. Deutsche Bank sackte als Schlusslicht um 4,28 Prozent ab. E.ON und Brenntag zeigten Abschläge von 3,07 und 2,33 Prozent. Abseits des Leitindex erfreute der Hersteller von Biokraftstoff VERBIO (+7,83%) seine Anleger mit besser als erwarteten Geschäftszahlen.

An der Wall Street büßte der Dow Jones Industrial 0,43 Prozent auf 29.135 Punkte ein. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg hingegen um 0,16 Prozent auf 11.272 Zähler. An der NYSE gab es 1.579 Gewinner und 1.687 Verlierer. 15 neuen 52-Wochen-Hochs standen 893 Tiefs gegenüber. Der US-Dollar wertete gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen auf. EUR/USD gab gegen Ende des New Yorker Handels um 0,20 Prozent auf 0,9589 USD nach. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries setzte die Rally mit einem Sprung um neun Basispunkte auf ein 12-Jahres-Hoch bei 3,97 Prozent fort. In der Spitze berührte sie die runde 4-Prozent-Marke. Gold hielt sich an der Comex dennoch stabil mit einem Plus von 0,12 Prozent bei 1.635 USD. WTI-Öl verteuerte sich um 2,36 Prozent auf 78,52 USD.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh auf breiter Front schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index handelte 1,90 Prozent tiefer bei 139,44 Punkten. Alle Sektorenindizes orientierten sich südwärts. Am schwächsten tendierten Technologiewerte nach einem Bericht, dass Apple die Produktion seines neuen iPhones aufgrund von Nachfrageschwäche nicht hochfahren wird. Der S&P Future notierte zuletzt mit einem Abschlag von 0,59 Prozent. Für den DAX wird gemäß der vorbörslichen Indikation (12.052) ein Handelsstart im Minus erwartet.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf den GfK-Konsumklimaindikator. Experten erwarten für den Oktober im Schnitt einen Rückgang von zuvor minus 36,5 Punkten auf ein neues Rekordtief bei minus 38,5 Punkten. Unternehmensseitig könnten sich Impulse für die Aktie von Totalenergies von einem Investorentag ergeben. Die Commerzbank meldete gestern nach Xetra-Schluss eine Erhöhung der Vorsorge bei ihrer polnischen Tochter mBank in Höhe von 490 Millionen EUR, bestätigte jedoch das Ergebnisziel für das Gesamtjahr.

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