Marktüberblick

Marktüberblick: US-Techwerte entziehen sich der Kursschwäche

Der deutsche Aktienmarkt musste am Donnerstag kräftige Kursverluste hinnehmen. Neben der Sorge vor einer zweiten Corona-Welle belasteten historisch schwache Daten zum Bruttoinlandsprodukt sowohl in Deutschland als auch in den USA. Für zusätzliche Verunsicherung sorgte ein Tweet von US-Präsident Donald Trump, wonach er eine Verschiebung der US-Präsidentschaftswahlen für sinnvoll hält. Der DAX schloss vor diesem Hintergrund 3,45 Prozent schwächer bei 12.380 Punkten und verzeichnete damit ein 4-Wochen-Tief. MDAX und TecDAX verloren 2,10 respektive 2,67 Prozent. Der Abverkauf war breit angelegt. In den drei Indizes gab es drei Gewinner und 94 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte klar mit 99 Prozent. Im DAX wechselten 103,7 Millionen Aktien (Vortag: 70,2) im Wert von 4,44 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 2,89) den Besitzer. Alle Sektorenindizes endeten im roten Terrain. Am schwächsten tendierten Bauwerte, Versicherungen und Softwaretitel. Im DAX gab es keinen einzigen Gewinner. Wirecard büßte als Schlusslicht ohne Nachrichten 11,47 Prozent ein. Volkswagen, Heidelbergcement, FMC und Fresenius SE fielen jeweils nach der Vorlage von Geschäftszahlen zwischen 5,58 und 6,13 Prozent.

An der Wall Street gab der Dow Jones Industrial um 0,85 Prozent auf 26.314 Punkte nach. Der technologielastige Nasdaq 100 konnte hingegen um 0,49 Prozent auf 10.716 Zähler zulegen. 64 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Minus. Das Abwärtsvolumen lag bei 76 Prozent. 83 neuen 52-Wochen-Hochs standen 13 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Technologie und Kommunikationsdienstleister. Die größten Abschläge auf Sektorenebene waren bei Energiewerten und Rohstofftiteln zu beobachten. Qualcomm und UPS haussierten nach Quartalszahlen um 15,22 und 14,38 Prozent. Procter & Gamble belegte mit einem Plus von 2,42 Prozent ebenfalls nach Zahlen die Dow-Spitze. Apple kletterte im Vorfeld der nach Börsenschluss berichteten und überraschend starken Quartalszahlen um 1,21 Prozent. Im nachbörslichen Geschäft sprang der Wert auf ein neues Rekordhoch.

Am Devisenmarkt blieb der US-Dollar nach den schwachen Daten zum BIP unter Druck. Der Dollar-Index sank gegen Ende des New Yorker Handels um 0,44 Prozent auf ein 2-Jahres-Tief bei 92,94 Punkten. EUR/USD zog um 0,47 Prozent auf ein 2-Jahres-Hoch bei 1,1846 USD an. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen fielen das Pfund Sterling durch Stärke und der Kanada-Dollar durch Schwäche auf.

Der S&P GSCI Rohstoffindex sackte um 1,63 Prozent auf 337,76 Punkte ab. Brent-Öl fiel um 0,93 Prozent auf 43,68 USD. Der Preis für US-Erdgas gab nach den wie erwartet hereingekommenen Lagerbestandsdaten um 4,77 Prozent auf 1,84 USD nach. Belastend wirkte die Aussicht auf niedrigere Temperaturen in den kommenden Tagen, was die Nachfrage nach Strom für Klimaanlagen sinken lassen würde. Comex-Kupfer gewann gegen den Trend 0,17 Prozent hinzu auf 2,92 USD. Gold notierte 0,33 Prozent tiefer bei 1.947 USD (1.652 EUR). Silber, Platin und Palladium verbuchten deutliche Abschläge von 3,13 bis 5,73 Prozent.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf minus 0,55 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete vier Basispunkte tiefer bei minus 0,55 Prozent. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,39 Prozent auf ein 4-Monats-Hoch bei 177,72 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um drei Basispunkte auf 0,55 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh trotz besser als erwarteter Einkaufsmanagerindizes aus China überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index notierte zuletzt 0,60 Prozent tiefer bei 165,85 Punkten.

Heute stehen von der Makroseite die BIP-Daten für die Eurozone im Fokus. In den USA sind die Daten zu den persönlichen Ausgaben und Einkommen, der Chicagoer Einkaufsmanagerindex sowie der Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan relevant. Von der Unternehmensseite gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Nemetschek, RIB Software, Caterpillar, Chevron, Exxon Mobil und Merck & Co. Bereits gestern nach US-Börsenschluss berichteten Amazon (nachbörslich: +5,0%), Apple (nachbörslich: +6,4%), Facebook (nachbörslich: +6,5%) und Alphabet (nachbörslich: +0,6%) Quartalszahlen, die im nachbörslichen US-Handel mit deutlichen Zugewinnen quittiert wurden.

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