Marktüberblick

Marktüberblick: Unsicherheit treibt Anleihekurse

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich zur Wochenmitte nach einem ruhigen Handel nur wenig bewegt. Der DAX schloss 0,06 Prozent fester bei 13.028 Punkten. MDAX und TecDAX gewannen 0,04 und 0,29 Prozent hinzu. In den drei Indizes gab es 51 Gewinner und 46 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 54 Prozent. Im DAX wechselten 52,9 Millionen Aktien (Vortag: 52,8) im Wert von 2,35 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 2,85) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Einzelhandel und Versorger. Am schwächsten tendierten Bauwerte und Telekommunikationsaktien. Delivery Hero haussierte an der DAX-Spitze um 4,69 Prozent. Der Wert profitierte von guten Zahlen des Konkurrenten Just Eat Takeaway. RWE und Infineon legten dahinter um 1,30 und 1,29 Prozent zu. Die rote Laterne im Leitindex hielt ohne Nachrichten Merck mit einem Minus von 1,69 Prozent. Heidelbergcement und Daimler verloren 1,45 respektive 1,23 Prozent. Nordex haussierte im TecDAX nach der Bekanntgabe des Auftragseingangs um 6,06 Prozent.

An der Wall Street endete der Dow Jones Industrial 0,57 Prozent tiefer bei 28.514 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 fiel um 0,80 Prozent auf 11.985 Zähler. 59 Prozent der Werte an der NYSE mussten Verluste hinnehmen. Das Abwärtsvolumen lag bei 52 Prozent. 86 neuen 52-Wochen-Hochs standen 18 Tiefs gegenüber. Gesucht waren die Sektoren Industrie und Energie. Am deutlichsten abwärts ging es mit den Sektoren Kommunikationsdienstleister und Immobilien.

Am Devisenmarkt verzeichnete der US-Dollar Abgaben. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,16 Prozent tiefer bei 93,39 Punkten. EUR/USD handelte 0,03 Prozent fester bei 1,1748 USD. Stark gesucht war das Pfund Sterling. Die Inselwährung wurde von einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg angetrieben. Demnach würde Großbritannien die Brexit-Verhandlungen mit der EU doch nicht abbrechen, falls es bis zum Ablauf des heutigen Tages nicht zu einer Einigung komme.

Der S&P GSCI Rohstoffindex kletterte um 1,06 Prozent auf 362,20 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 2,00 Prozent auf 43,30 USD nach Berichten, dass OPEC + die beschlossenen Produktionskürzungen einhält. Der Preis für US-Erdgas sackte um 7,32 Prozent ab. Comex-Kupfer notierte 0,28 Prozent fester bei 3,05 USD. Gold stieg um 0,55 Prozent auf 1.905 USD (1.618 EUR). Silber kletterte um 0,98 Prozent auf 24,37 USD.

Am Rentenmarkt waren die Staatsanleihen aufgrund erhöhter Unsicherheit gesucht. Entsprechend gaben die Renditen nach. Die Umlaufrendite sank um zwei Basispunkte auf minus 0,58 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete ebenfalls zwei Basispunkte niedriger bei minus 0,58 Prozent und markierte damit ein 5-Monats-Tief. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,13 Prozent auf 175,33 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sank um einen Basispunkt auf 0,73 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh ganz überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index handelte 0,66 Prozent tiefer bei 175,80 Punkten. Gegen den Trend konnte der australische ASX 200 gestützt vom Energiesektor zulegen.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite vor allem auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sowie auf die beiden US-Frühindikatoren Empire State Manufacturing Index und Philadelphia-Fed-Index. Unternehmensseitig liefern unter anderem Roche, Walgreens Boots Alliance, Morgan Stanley, Hochtief und LVMH Geschäftszahlen. Bereits gestern nach Xetra-Schluss berichtete Elringklinger von einer Zusammenarbeit mit dem Airbus-Konzern, was die Elringklinger-Aktie um rund 21 Prozent haussieren ließ. Metro und Drägerwerk überzeugten nachbörslich mit Geschäftszahlen. Beide Papiere tendierten im nachbörslichen Handel rund 2,6 Prozent fester.

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