Marktüberblick

Marktüberblick: Thyssenkrupp hebt Prognose an

Der deutsche Aktienmarkt orientierte sich zur Wochenmitte nach einem über weite Strecken lustlosen Handel mit im späten Geschäft aufkommendem Verkaufsdruck abwärts. Belastend wirkten negative Vorgaben von der Wall Street. Der DAX verlor 0,56 Prozent auf 13.933 Punkte. MDAX und TecDAX fielen um 0,38 und 0,53 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 27 Gewinner und 69 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 57 Prozent. Gegen den Trend fest zeigten sich vor allem Banken, Versicherungen und Industriewerte, während Bauwerte, Technologietitel und Einzelhandelswerte zu den größten Verlierern zählten. Als stärkster Wert im DAX konnte FMC nachrichtenlos um 2,36 Prozent zulegen. Siemens und Deutsche Bank rückten dahinter um 1,46 beziehungsweise 1,45 Prozent vor. MTU büßte als Schlusslicht im Leitindex 2,52 Prozent ein. Delivery Hero und Linde notierten mit Abschlägen von 2,37 respektive 1,97 Prozent. Thyssenkrupp haussierte im MDAX nach der Vorlage der Zahlen zum ersten Geschäftsquartal um 6,44 Prozent auf ein 12-Monats-Hoch bei 10,58 EUR. Erfreut reagierten die Anleger vor allem auf die Rückkehr in die operative Gewinnzone sowie auf eine Anhebung der Prognose. Der Konzern rechnet dank einer verbesserten Nachfrage nun mit einem hohen einstelligen Wachstum sowie einem nahezu ausgeglichenen bereinigten EBIT im Geschäftsjahr 2020/21.

An der Wall Street verabschiedete sich der Dow mit einem Plus von 0,19 Prozent auf einem Rekordhoch bei 31.438 Punkten aus dem Handel. Stützend wirkten Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell. Dieser signalisierte eine weiterhin lockere Geldpolitik und dämpfte zudem die Sorgen mancher Marktbeobachter hinsichtlich eines zu starken Anstiegs der Inflation. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,23 Prozent abwärts auf 13.655 Zähler. Kursgewinner und Verlierer hielten sich an der NYSE in etwa die Waage. Das Aufwärtsvolumen dominierte leicht mit 54 Prozent. Es gab 343 neue 52-Wochen-Hochs und sechs neue Tiefs. Stark gesucht war der Energiesektor (+1,91%) dank weiter steigenden Ölpreisen.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index handelte 0,21 Prozent tiefer. Die Börsen in China, Japan, Südkorea und Taiwan blieben feiertagsbedingt geschlossen. Entsprechend dünn gestalteten sich die Umsätze. Der S&P Future notierte 0,12 Prozent fester. Für den DAX wird gemäß der vorbörslichen Indikation ein wenig veränderter Start erwartet.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA. Experten erwarten im Schnitt 760.000 Anträge nach zuvor 779.000. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von der Commerzbank, Bilfinger, Arcelormittal, Unicredit, Astrazeneca und Pepsico. Deutsche Börse hält die Bilanz-PK zu den gestern nach Xetra-Schluss veröffentlichten Quartalszahlen ab. Die Aktie notierte gestern Abend im nachbörslichen Handel nach der Zahlenpräsentation leicht schwächer. Nach US-Börsenschluss legt der Unterhaltungsriese Walt Disney sein Zahlenwerk für das erste Geschäftsquartal vor. Auf die bereits gestern nach der Schlussglocke an der Wall Street präsentierten Zahlen reagierte die Aktie des weltgrößten Fahrdienst-Vermittlers Uber Technologies mit einem nachbörslichen Kursrutsch um rund 4,9 Prozent. Händlern zufolge kam der Umsatz mit einem Rückgang um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal schwächer als erwartet herein. Die Ölpreise könnten heute Impulse vom Ölmarkt-Monatsbericht der OPEC erhalten.

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