Marktüberblick

Marktüberblick: ThyssenKrupp haussiert

Der deutsche Aktienmarkt startete mit kräftigen Kursgewinnen in die neue Handelswoche. Rückenwind lieferten zunächst besser als erwartete Konjunkturdaten aus Japan. Im weiteren Verlauf erhielt die Risikofreude der Anleger einen kräftigen Schub durch die Meldung, dass der US-Biotechkonzern Moderna einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt hat, der im Rahmen einer Phase-I-Studie bei einigen gesunden Versuchsteilnehmern eine Immunreaktion zur Folge hatte. Die finale Phase-III-Studie solle laut Aussagen des Vorstandes bereits im Juli beginnen. Der DAX schloss 5,67 Prozent höher bei 11.059 Punkten. MDAX und TecDAX sprangen um 3,51 und 3,97 Prozent nach oben. Die Marktbreite gestaltete sich sehr positiv. In den drei genannten Indizes gab es 94 Gewinner und vier Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 98 Prozent. Im DAX wechselten 119,1 Millionen Aktien (Vortag: 116,1) im Wert von 4,80 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,10) den Besitzer. Mit Blick auf die Sektorenperformance waren Banken und Automobilwerte am stärksten gesucht. Kein einziger DAX-Wert endete im negativen Terrain. An der Spitze des Leitindex haussierte MTU nachrichtenlos um 15,65 Prozent. Daimler und Deutsche Bank folgten mit Aufschlägen von 11,33 und 10,35 Prozent. Im MDAX machte die Aktie von Thyssenkrupp einen Satz von 12,47 Prozent nach oben. Hier beflügelte ein Medienbericht, wonach der angeschlagene Konzern einen erneuten Versuch gestartet habe, für seine Stahlsparte einen Fusionspartner zu finden.

Fed-Chef Jerome Powell betonte in einem Fernsehinterview, dass die Notenbank noch bei weitem nicht ihre Munition verschossen habe, und stellte die Bereitschaft zu weiteren Maßnahmen zur Stützung der US-Wirtschaft heraus. An der Wall Street zog der Dow Jones Industrial um 3,85 Prozent auf 24.597 Punkte an. Der technologielastige Nasdaq 100 rückte um 1,95 Prozent auf 9.332 Zähler vor. 88 Prozent der Werte an der NYSE konnten zulegen. Das Aufwärtsvolumen betrug 90 Prozent. 45 neuen 52-Wochen-Hochs standen acht neue Tiefs gegenüber. Alle Sektorenindizes verbuchten Aufschläge. Am deutlichsten nach oben ging es für Energiewerte und Industrietitel.

Am Devisenmarkt gab der Dollar-Index mit der gestiegenen Risikofreude gegen Ende des New Yorker Handels um 0,72 Prozent auf 99,64 Punkte nach. EUR/USD stieg um 0,92 Prozent auf 1,0916 USD. Stark gesucht waren der Austral-Dollar sowie der Kanada-Dollar. Sehr schwach tendierten hingegen die klassischen sicheren Häfen Yen und Franken.

Der S&P GSCI Rohstoffindex stieg um 3,93 Prozent auf 296,36 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 8,34 Prozent auf 35,21 USD. Der Preis für US-Erdgas sprang um 8,57 Prozent auf 1,79 USD. Comex-Kupfer legte um 4,05 Prozent auf 2,43 USD zu. Gold notierte 1,18 Prozent tiefer bei 1.736 USD (1.586 EUR). Silber, Platin und Palladium zogen hingegen zwischen 1,79 und 8,78 Prozent an.

Am Rentenmarkt verharrte die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite bei minus 0,54 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen zog bis zum Abend um sieben Basispunkte auf ein 3-Wochen-Hoch bei minus 0,47 Prozent an. Der Euro-Bund-Future endete 0,56 Prozent tiefer bei 172,80 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sprang um neun Basispunkte auf 0,73 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh auf breiter Front fester. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 1,92 Prozent auf 148,41 Punkte.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite vor allem auf den ZEW-Index der Konjunkturerwartungen sowie auf Immobiliendaten aus den USA. Daneben dürfte die Anhörung von Fed-Chairman Powell vor dem Bankenausschuss des Senats auf Interesse stoßen. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Home Depot und Walmart.

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