Marktüberblick

Marktüberblick: Thyssenkrupp gesucht

Der deutsche Aktienmarkt blieb auch zum Wochenschluss im Rallymodus. Die chinesische Notenbank hatte die Reserveanforderungen an Banken gesenkt, was die positive Grundstimmung an den Börsen stützte. Der DAX schloss 0,53 Prozent fester auf einem 5-Wochen-Hoch bei 12.192 Punkten. Auf Wochensicht rückte der Leitindex damit um 2,11 Prozent vor. MDAX und TecDAX verbesserten sich am Berichtstag um jeweils 0,55 Prozent. In den drei Indizes gab es 65 Gewinner und 31...

Der deutsche Aktienmarkt blieb auch zum Wochenschluss im Rallymodus. Die chinesische Notenbank hatte die Reserveanforderungen an Banken gesenkt, was die positive Grundstimmung an den Börsen stützte. Der DAX schloss 0,53 Prozent fester auf einem 5-Wochen-Hoch bei 12.192 Punkten. Auf Wochensicht rückte der Leitindex damit um 2,11 Prozent vor. MDAX und TecDAX verbesserten sich am Berichtstag um jeweils 0,55 Prozent. In den drei Indizes gab es 65 Gewinner und 31 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 74 Prozent. Im DAX wechselten 80,4 Millionen Aktien (Vortag: 89,8) im Wert von 3,03 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 2,72) den Besitzer. Mit Blick auf die Sektorenperformance lagen Chemiewerte (+0,99%), Konsumtitel (+0,89%) und Einzelhandelswerte (+0,76%) vorne. Schwach im Markt lagen hingegen Rohstoffwerte (-0,76%) und Technologiewerte. Thyssenkrupp haussierte an der DAX-Spitze um 4,66 Prozent. Die Aktie profitierte weiterhin von der Spekulation darauf, dass der finnische Konkurrent Kone die Aufzugssparte des Konzerns kaufen könnte. Dahinter gewannen adidas und Fresenius Medical Care 1,49 und 1,30 Prozent hinzu. Schwächster DAX-Wert war nachrichtenlos Beiersdorf mit einem Minus von 0,39 Prozent. Im MDAX fielen 1&1 Drillisch und United Internet mit kräftigen Zugewinnen von 11,21 und 7,43 Prozent auf. Hier beflügelte, dass die Netzbetreiber die 5G-Frequenzkosten nach einer Vereinbarung mit dem Bundesverkehrsministerium in Raten bezahlen können.

An der Wall Street verabschiedete sich der Dow Jones Industrial nach gemischt ausgefallenen Arbeitsmarktdaten mit einem Plus von 0,25 Prozent bei 26.797 Punkten aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq 100 notierte hingegen 0,12 Prozent schwächer bei 7.853 Zählern. Die Intraday-Handelsspannen waren auffällig gering. 55 Prozent aller Werte an der NYSE schlossen im grünen Bereich. Das Aufwärtsvolumen betrug 52 Prozent. Es gab 138 neue 52-Wochen-Hochs und 20 neue Tiefs. Stärkste Sektoren waren Energie und Rohstoffe. Auffällige Schwäche zeigten Versorger und Kommunikationsdienstleister.

Am Devisenmarkt endete der Dollar-Index 0,42 Prozent schwächer auf einem Wochentief bei 98,01 Punkten. EUR/USD handelte 0,07 Prozent tiefer bei 1,1026 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen fielen der Austral-Dollar sowie der Kanada-Dollar durch Stärke auf. Deutlich unter Druck stand das Pfund Sterling.

Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,05 Prozent fester bei 404,46 Punkten. Brent-Öl legte um 0,97 Prozent auf 61,54 USD zu. Der Preis für US-Erdgas haussierte um 2,51 Prozent auf ein 2-Monats-Hoch bei 2,50 USD. Comex-Kupfer handelte nach einer zwei Tage andauernden dynamischen Rally und dem Erreichen eines wichtigen Widerstandsbereiches mit einem Abschlag von 0,30 Prozent bei 2,63 USD. Gold gab um 0,66 Prozent auf 1.516 USD (1.366 EUR) nach. Silber, Platin und Palladium büßten zwischen 0,54 und 3,66 Prozent ein.

Am Rentenmarkt sprang die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite um vier Basispunkte auf minus 0,60 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete vier Basispunkte tiefer bei minus 0,64 Prozent. Der Euro-Bund-Future erholte sich nach dem Abverkauf des Vortages um 0,42 Prozent auf 175,29 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um zwei Basispunkte auf 1,55 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh trotz überraschend schwacher Konjunkturdaten aus China (Handelsbilanz) und Japan (BIP) überwiegend freundlich. Stützend wirkten die am Freitag bekannt gegebenen Liquiditätsspritzen seitens der chinesischen Notenbank PBoC. Der MSCI Asia Pacific Index stieg den vierten Tag in Folge um diesmal 0,38 Prozent auf 156,78 Punkte.

Heute stehen die deutschen Exportdaten für den Juli im Fokus. Im britischen Unterhaus findet voraussichtlich eine erneute Abstimmung über Neuwahlen statt.

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