Marktüberblick

Marktüberblick: Tesla im Crash-Modus

Der deutsche Aktienmarkt stand am Dienstag deutlich unter Druck. Belastet wurde die Stimmung der Anleger vor allem vom kräftigen Kurseinbruch an der US-Technologiebörse Nasdaq. Daneben verwiesen Marktbeobachter auf die steigende Nervosität mit Blick auf die Anfang November stattfindende US-Präsidentschaftswahl sowie die Sorge vor einem ungeregelten Brexit. Der DAX schloss in dieser Gemengelage 1,00 Prozent schwächer bei 12.968 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 1,29 beziehungsweise 1,64 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 25 Gewinner und 71 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 67 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 72,3 Millionen Aktien (Vortag: 54,8) im Wert von 3,41 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,00). Mit Blick auf die Sektorenperformance konnten sich lediglich Transport, Medien und Automobile gegen den Negativtrend stemmen. Die deutlichsten Abschläge zeigten Bauwerte, Banken und Softwaretitel. HeidelbergCement verbesserte sich nachrichtenlos an der DAX-Spitze um 2,07 Prozent. Deutsche Post und BASF folgten mit Aufschlägen von 1,78 und 1,50 Prozent. Am anderen Ende des Indextableaus büßten Linde, SAP und Deutsche Bank 2,46 bis 2,57 Prozent ein.

An der Wall Street notierte der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke 2,24 Prozent tiefer bei 27.501 Punkten. Für den von Technologiewerten geprägten Nasdaq 100 ging es um 4,76 Prozent abwärts auf 11.068 Zähler. 77 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Minus. Das Abwärtsvolumen lag bei 75 Prozent. 25 neuen 52-Wochen-Hochs standen 24 Tiefs gegenüber. Alle Sektorenindizes verbuchten Abschläge. Angeführt wurden die Verluste von Technologiewerten und Energieaktien. Die Tesla-Aktie brach um rund 21 Prozent ein und notiert damit bereits rund 34 Prozent unterhalb des in der Vorwoche erreichten Rekordhochs. Der Anteilsschein des Elektroautobauers litt unter anderem darunter, dass er entgegen der Erwartung vieler Marktteilnehmer nicht in den S&P 500 aufgenommen wird. Daneben belastete die Sorge vor einer Überbewertung insbesondere mit Blick auf die aufstrebende Konkurrenz durch beispielsweise General Motors und Volkswagen.

Am Devisenmarkt war der US-Dollar als sicherer Hafen gesucht. Der Dollar-Index stieg gegen Ende des New Yorker Handels um 0,45 Prozent auf ein 3-Wochen-Hoch bei 93,47 Punkten. EUR/USD gab um 0,31 Prozent auf 1,1779 USD nach. Auffällige Schwäche war mit den gestiegenen Brexit-Sorgen beim Pfund Sterling zu beobachten. EUR/GBP kletterte um 1,04 Prozent auf ein 6-Wochen-Hoch bei 0,9071 GBP.

Der S&P GSCI Rohstoffindex fiel belastet von einbrechenden Ölpreisen um 3,32 Prozent auf 335,57 Punkte. Brent-Öl sackte weiter belastet von Nachfragesorgen um 5,31 Prozent auf ein 3-Monats-Tief bei 39,78 USD ab. Die US-Sorte WTI verlor 7,57 Prozent auf 36,76 USD. Der Preis für US-Erdgas gab um 7,26 Prozent auf 2,40 USD nach. Comex-Kupfer notierte 1,21 Prozent schwächer bei 3,03 USD. Gegen den Trend gesucht waren die Edelmetalle. Gold handelte 0,46 Prozent fester bei 1.943 USD (1.641 EUR). Silber und Platin legten um 1,04 respektive 1,35 Prozent zu.

Am Rentenmarkt verharrte die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite bei minus 0,48 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sackte bis zum Abend um vier Basispunkte auf minus 0,50 Prozent ab. Der Euro-Bund-Future schloss 0,31 Prozent fester bei 176,94 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um drei Basispunkte auf 0,69 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh auf breiter Front schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 1,24 Prozent auf 168,81 Punkte.

Heute stehen keine marktbewegenden Konjunkturdaten auf der Agenda. Am Devisenmarkt könnte der Kanada-Dollar Impulse von der Zinsentscheidung der Bank of Canada erhalten. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen von Dermapharm Holding und Navistar International. Qiagen hatte bereits gestern nach Börsenschluss die Einführung eines tragbaren Corona-Schnelltests angekündigt, was die Aktie nachbörslich rund 1,5 Prozent steigen ließ.

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