Marktüberblick

Marktüberblick: Technologiewerte im Aufwind

Der deutsche Aktienmarkt wurde zur Wochenmitte von einer gestiegenen Zuversicht im Hinblick auf eine mögliche Einigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China gestützt. Für den DAX ging es um 1,03 Prozent nach oben auf 12.094 Punkte. MDAX und TecDAX verzeichneten Zuwächse von 0,47 und 1,27 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 83 Gewinner und 15 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 68 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 68,8 Millionen Aktien ...

Der deutsche Aktienmarkt wurde zur Wochenmitte von einer gestiegenen Zuversicht im Hinblick auf eine mögliche Einigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China gestützt. Für den DAX ging es um 1,03 Prozent nach oben auf 12.094 Punkte. MDAX und TecDAX verzeichneten Zuwächse von 0,47 und 1,27 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 83 Gewinner und 15 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 68 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 68,8 Millionen Aktien (Vortag: 80,9) im Wert von 2,88 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,15). Mit Blick auf die Sektorenperformance zeigten lediglich Versorger (-0,52%) Schwäche. Die größten Zugewinne waren bei den Sektoren Software (+2,01%), Konsum (+1,80%) und Technologie (+1,55%) zu beobachten. An der DAX-Spitze sprang die adidas-Aktie ohne Nachrichten um 3,29 Prozent nach oben. Wirecard verbesserte sich dahinter angetrieben von positiven Analystenkommentaren um 2,68 Prozent. Aus technischer Sicht konnte der Wert die 200-Tage-Linie als Unterstützung nutzen. Einzige DAX-Verlierer waren E.ON, RWE und Deutsche Bank mit Abgaben zwischen 0,15 und 0,63 Prozent.

An der Wall Street notierte der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke 0,69 Prozent höher bei 26.346 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 konnte um 1,13 Prozent auf 7.691 Zähler zulegen. 63 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im grünen Bereich. Das Aufwärtsvolumen lag bei 67 Prozent. Es gab 86 neue 52-Wochen-Hochs und 71 neue Tiefs. Alle Sektoren verbuchten Aufschläge. Mit weitem Abstand am deutlichsten fielen diese bei den Technologiewerten aus.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des US-Handels 0,04 Prozent fester bei 99,12 Punkten. Der Euro verzeichnete gegenüber allen anderen Hauptwährungen Kursgewinne. EUR/USD stieg um 0,15 Prozent auf 1,0973 USD. Sehr schwach präsentierten sich aufgrund der gestiegenen Risikofreude der Yen sowie der Franken.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise kletterte um 0,17 Prozent auf 400,18 Punkte. Brent-Öl notierte 0,12 Prozent fester bei 58,31 USD. Die US-Sorte WTI stieg nach den Lagerbestandsdaten um 0,04 Prozent auf 52,65 USD. Der von der EIA gemeldeten Anstieg der US-Rohölbestände um 2,9 Millionen Barrel fiel mehr als doppelt so hoch wie von Analysten im Schnitt erwartet aus. Der Preis für US-Erdgas sackte um 2,10 Prozent auf 2,24 USD ab. Comex-Kupfer handelte unverändert bei 2,57 USD. Die Edelmetallpreise orientierten sich nordwärts. Gold verteuerte sich um 0,42 Prozent auf 1.510 USD (1.372 EUR). Silber, Platin und Palladium zeigten Aufschläge zwischen 0,38 und 0,80 Prozent.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,57 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte um vier Basispunkte auf minus 0,55 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,33 Prozent tiefer bei 173,99 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes zog um fünf Basispunkte auf 1,59 Prozent an.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh getrieben von unterschiedlichen Meldungen zum Stand der Verhandlungen im Handelsstreit zwischen den USA und China sehr schwankungsfreudig. Der MSCI Asia Pacific Index notierte zuletzt 0,15 Prozent höher bei 155,59 Punkten.

Heute stehen von der Makroseite die US-Verbraucherpreisdaten im Fokus. Impulse könnten sich von den bis morgen andauernden Handelsgesprächen zwischen den USA und China ergeben. Unternehmensseitig richtet sich der Blick unter anderem auf Südzucker und Gerresheimer mit Geschäftszahlen.

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