Marktüberblick

Marktüberblick: TecDAX nach Wirecard-Schock unter Druck

Der deutsche Aktienmarkt stand am Donnerstag unter Druck. Der Fokus der Anleger richtete sich auf ein historisches Kurs-Debakel bei der Wirecard-Aktie. Diese stürzte um knapp 62 Prozent ab, nachdem der Zahlungsdienstleister seine Bilanzvorlage für 2019 nach der Verweigerung des Testats durch die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young erneut verschoben hatte. Der DAX schloss 0,81 Prozent tiefer bei 12.282 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte endete nahezu unverän...

Der deutsche Aktienmarkt stand am Donnerstag unter Druck. Der Fokus der Anleger richtete sich auf ein historisches Kurs-Debakel bei der Wirecard-Aktie. Diese stürzte um knapp 62 Prozent ab, nachdem der Zahlungsdienstleister seine Bilanzvorlage für 2019 nach der Verweigerung des Testats durch die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young erneut verschoben hatte. Der DAX schloss 0,81 Prozent tiefer bei 12.282 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte endete nahezu unverändert bei 26.201 Punkten. Für den TecDAX ging es derweil aufgrund der hohen Gewichtung der Wirecard-Aktie um 6,00 Prozent abwärts auf 3.012 Zähler. In den drei genannten Indizes gab es 42 Gewinner und 56 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 67 Prozent. Im DAX wechselten 154,8 Millionen Aktien (Vortag: 102,0) im Wert von 6,39 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 5,38) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Einzelhandel und Chemie. Die größten Verluste auf Sektorenebene waren bei Softwareaktien und Banken zu beobachten. BASF belegte mit einem Aufschlag von 1,88 Prozent die DAX-Spitze. Covestro und Vonovia folgten mit einem Plus von 1,60 respektive 1,24 Prozent. Abgesehen von Wirecard, zählten Lufthansa, Henkel und Deutsche Bank zu den größten Verlierern mit Abschlägen von 2,05 bis 4,00 Prozent. Im MDAX konnte Zalando mit seiner Prognose zu Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal positiv überraschen, was der Aktie ein Plus von 7,14 Prozent einbrachte.

An der Wall Street notierte der Dow Jones Industrial nach schwachen Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe sowie mit der Sorge um wieder ansteigende Coronavirus-Neuinfektionen 0,15 Prozent tiefer bei 26.080 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 verbesserte sich hingegen um 0,29 Prozent auf 10.012 Zähler. 55 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Verluste. Das Abwärtsvolumen lag bei 53 Prozent. Es gab 38 neue 52-Wochen-Hochs und sechs neue Tiefs. Stark gesucht war der Energiesektor aufgrund haussierender Ölpreise. Deutlich unter Druck standen derweil Immobilienwerte.

Am Devisenmarkt kletterte der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels um 0,38 Prozent auf 97,44 Punkte. EUR/USD gab um 0,32 Prozent auf 1,1207 USD nach. Der als sicherer Hafen geltende Yen wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Auffällige Schwäche zeigten der Austral-Dollar sowie das Pfund Sterling.

Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,86 Prozent fester bei 324,39 Punkten. Brent-Öl verteuerte sich um 2,01 Prozent auf 41,53 USD. Der Preis für US-Erdgas handelte nach den Lagerbestandsdaten kaum verändert bei 1,64 USD. Comex-Kupfer legte um 0,15 Prozent auf 2,59 USD zu. Gold gab nach einem richtungslosen Handel um 0,27 Prozent auf 1.731 USD (1.539 EUR) nach. Silber, Platin und Palladium büßten zwischen 0,81 und 2,82 Prozent ein.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf minus 0,41 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um drei Basispunkte auf minus 0,45 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,24 Prozent höher bei 175,67 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um drei Basispunkte auf 0,71 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index gab um 0,03 Prozent auf 158,89 Punkte nach.

Heute stehen keine marktbewegenden Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Unternehmensseitig gibt es Online-Hauptversammlungen unter anderem bei der Deutschen Telekom, Nemetschek und CTS Eventim. Daneben richtet sich der Blick weiter auf die Aktie von Wirecard. Nachbörslich hatte der Konzern gestern seinen COO Jan Marsalek bis Ende des Monats suspendiert und angekündigt, dass der neue Compliance-Vorstand James Freis seine Arbeit früher als geplant aufnehmen werde.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ28GALongTecDAX Future Faktor: 5
CU3UVRShortTecDAX Future Faktor: -5
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