Marktüberblick

Marktüberblick: Siltronic unter Druck

Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete zur Wochenmitte Kursgewinne. Die EZB ließ wie allgemein erwartet ihre Geldpolitik unverändert. Für den DAX ging es um 0,46 Prozent nach oben auf 11.906 Punkte. Der MDAX der mittelgroßen Werte endete 0,03 Prozent höher bei 25.166 Punkten. Der TecDAX verabschiedete sich gegenüber dem Vortag unverändert bei 2.742 Zählern. In den drei genannten Indizes gab es 63 Gewinner und 37 Verlierer. Das Abwärtsvolumen überwog mit 53 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 68,6 Millionen Aktien (Vortag: 67,9) im Wert von 2,76 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,47). Bei der Sektorenperformance lagen Softwartetitel (+1,21%) vor Bauwerten (+1,14%) und Medienwerten (+0,88%). Am stärksten verloren Banken (-1,18%), Technologietitel (-0,45%) und Telekommunikationswerte (-0,43%). Mit einem Aufschlag von 1,86 Prozent belegte die Aktie von Wirecard die DAX-Spitze. HeidelbergCement und Lufthansa legten dahinter um 1,51 und 1,40 Prozent zu. Deutsche Bank hielt mit einem Minus von 0,72 Prozent die rote Laterne im Leitindex. Infineon und Daimler verloren 0,36 und 0,30 Prozent. Siltronic sackte als Schlusslicht im TecDAX um 5,07 Prozent ab. Hier belastete die Senkung der Jahresprognose.

An der Wall Street verabschiedete sich der Dow Jones Industrial nach der Veröffentlichung des Protokolls der letzten geldpolitischen Sitzung der Fed praktisch unverändert bei 26.157 Punkten aus dem Handel. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 konnte um 0,56 Prozent auf 7.611 Zähler zulegen. 71 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Kursaufschläge. Das Aufwärtsvolumen lag bei 61 Prozent. 123 neuen 52-Wochen-Hochs standen zehn neue Tiefs gegenüber. Die stärksten Sektoren waren Immobilien und Technologie. Am deutlichsten abwärts tendierten Versorger.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels 0,06 Prozent tiefer bei 96,94 Punkten. EUR/USD lag 0,08 Prozent höher bei 1,1271 USD. Die EZB-Sitzung sorgte lediglich kurzzeitig für Schwankungen in beide Richtungen. Bei den anderen wichtigen Währungen fielen der Austral-Dollar mit Stärke und der Franken mit Schwäche auf.

Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,93 Prozent höher bei 453,84 Punkten. Brent-Öl kletterte um 1,43 Prozent auf 71,62 USD. Die US-Sorte WTI verteuerte sich nach den EIA-Lagerbestandsdaten um 0,75 Prozent auf 64,46 USD. Einem deutlich stärker als erwarteten Anstieg der Rohölbestände stand ein deutlich stärker als prognostizierter Rückgang der Benzinbestände gegenüber. Gold handelte 0,28 Prozent fester bei 1.312 USD (1.160 EUR).

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,07 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel belastet von taubenhaften Aussagen der EZB um drei Basispunkte auf minus 0,03 Prozent. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,21 Prozent auf ein Wochenhoch bei 165,83 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sank um drei Basispunkte auf 2,48 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,30 Prozent auf 162,68 Punkte. Die EU und Großbritannien einigten sich in der Nacht auf eine Verlängerung der Brexit-Austrittsfrist bis maximal Ende Oktober.

Heute stehen von der Makroseite die deutschen Verbraucherpreise sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA im Fokus. Unternehmensseitig liefert die Lufthansa ihre Verkehrszahlen und BMW die Absatzzahlen jeweils für den März. Geschäftszahlen gibt es unter anderem von Stratec, Hella und Gerresheimer.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ8HJK Long Siltronic AG Faktor: 3
CJ27F4 Short Siltronic AG Faktor: -3
Rechtliche Hinweise: Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise.
Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen:
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.