Marktüberblick

Marktüberblick: Silber bricht aus

Der deutsche Aktienmarkt konnte zur Wochenmitte trotz enttäuschender Daten zur Industrieproduktion nach einem nervösen Geschäft eine Erholung initiieren. Der DAX schloss 0,71 Prozent fester bei 11.650 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,72 und 0,55 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 64 Gewinner und 34 Verlierer. Das Abwärtsvolumen überwog jedoch mit 53 Prozent. Im DAX wechselten 112,2 Millionen Aktien (Vortag: 88,9) im Wert von 4,10 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,99) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Pharma & Healthcare (+2,54%), Medien (+1,51%) und Konsum (+1,39%). Am deutlichsten verloren Banken (-2,85%), Versorger (-1,04%) und Rohstoffwerte (-0,28%). Bayer haussierte an der DAX-Spitze um 6,01 Prozent. Das Papier profitierte vom gemeldeten Verkauf des Joint Venture mit Lanxess Currenta. SAP und Infineon zogen dahinter um 2,11 und 1,63 Prozent an. E.ON verlor nach Geschäftszahlen 3,04 Prozent und bildete damit das Schlusslicht im Leitindex. Wirecard notierte ebenfalls nach Zahlen 2,25 Prozent tiefer. An der Wall Street schloss der Dow Jones Industrial mit einem moderaten Abschlag von 0,08 Prozent bei 26.007 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 rückte hingegen um 0,40 Prozent auf 7.552 Zähler vor. 52 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Kursverluste. Das Abwärtsvolumen betrug ebenfalls 52 Prozent. 145 neuen 52-Wochen-Hochs standen 234 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Rohstoffwerte und nicht-zyklische Konsumwerte (Consumer Staples). Deutlich abwärts tendierten hingegen Finanztitel und Energiewerte.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels 0,06 Prozent fester bei 97,61 Punkten. EUR/USD handelte ebenfalls kaum verändert bei 1,1203 USD. Stark gesucht waren die klassischen sicheren Häfen Yen und Franken. Deutliche Schwäche zeigten das Pfund Sterling und die Rohstoffdevise Kanada-Dollar. Der Neuseeland-Dollar geriet kräftig unter Druck, nachdem die Notenbank RBNZ den Leitzins überraschend um 50 Basispunkte statt erwarteter 25 Basispunkte auf ein Rekordtief absenkte.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise fiel um 2,53 Prozent auf ein 7-Monats-Tief bei 387,46 Punkten. Der Preis für Brent-Öl sackte um 2,53 Prozent und damit ebenfalls auf ein 7-Monats-Tief bei 57,45 USD ab. Comex-Kupfer konnte um 1,15 Prozent auf 2,59 USD zulegen. Gold setzte seinen Kursaufschwung mit einem Plus von 1,97 Prozent auf ein 6-Jahres-Hoch bei 1.513 USD (1.341 EUR) fort. Auf Basis des Pfund Sterling, des Yen und des Austral-Dollars markierte das Edelmetall neue Rekordstände. Silber verteuerte sich um 4,13 Prozent auf ein 14-Monats-Hoch bei 17,13 USD und löste damit eine zwei Wochen andauernde Konsolidierung nach oben auf.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um vier Basispunkte auf minus 0,59 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um drei Basispunkte auf ein Rekordtief bei minus 0,57 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future endete nach dem zwischenzeitlichen Markieren eines Kontrakthochs bei 177,74 Punkten mit einem Aufschlag von 0,21 Prozent bei 177,04 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um zwei Basispunkte auf 1,71 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh ganz überwiegend aufwärts. Der MSCI Asia Pacific Index kletterte um 0,25 Prozent auf 151,60 Punkte.

Heute stehen von der Makroseite die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA im Fokus. Geschäftszahlen gibt es unter anderem von Deutsche Telekom, ThyssenKrupp, Merck KGaA und adidas.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
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