Marktüberblick

Marktüberblick: Siemens-Ausblick enttäuscht die Anleger

Der deutsche Aktienmarkt litt am Donnerstag unter Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rally. Der DAX schloss 1,23 Prozent schwächer bei 13.053 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 0,26 und 0,01 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 40 Gewinner und 55 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 68 Prozent. Im DAX wechselten 82,4 Millionen Aktien (Vortag: 95,5) im Wert von 3,74 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,88) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Einzelhandel und Telekommunikation. Die deutlichsten Abschläge waren bei den Sektoren Bau, Technologie und Industrie zu beobachten. Continental (+1,08%) und Delivery Hero (+0,86%) belegten ohne Nachrichten die obersten Plätze im DAX-Tableau. RWE konnte nach der Vorlage der Quartalsbilanz an dritter Stelle um 0,61 Prozent zulegen. Siemens sackte derweil nach Geschäftszahlen um 3,23 Prozent ab und bildete damit das Schlusslicht im Leitindex. Anlegern missfiel der schwache Ausblick des Industriekonzerns. Infineon und E.ON verbuchten Abschläge von 2,52 und 2,30 Prozent. Im MDAX haussierte Ströer nach der Präsentation des Zahlenwerks um 6,23 Prozent. Varta reagierte auf Geschäftszahlen trotz der Anhebung der Prognosen mit einem Minus von 4,61 Prozent.

In den USA zog Fed-Präsident Jerome Powell mit einer Mahnung die Aufmerksamkeit auf sich. Demnach könnten die kommenden Monate eine Herausforderung für die weltgrößte Volkswirtschaft werden. An der Wall Street gab der Dow zur Schlussglocke um 1,07 Prozent auf 29.080 Punkte nach. Der technologielastige Nasdaq 100 endete 0,55 Prozent schwächer bei 11.827 Zählern. 74 Prozent der Werte an der NYSE notierten im Minus. Das Abwärtsvolumen lag bei 73 Prozent. 33 neuen 52-Wochen-Hochs standen sieben Tiefs gegenüber. Alle Sektorenindizes verzeichneten Abschläge. Am schwächsten tendierten Energiewerte und Rohstofftitel.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels unverändert bei 92,98 Punkten. EUR/USD kletterte um 0,21 Prozent auf 1,1803 USD. Stark unter Druck standen vor allem Rohstoffwährungen wie der Austral-Dollar und der Kanada-Dollar.

Der S&P GSCI Rohstoffindex sank um 0,49 Prozent auf 367,87 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich um 0,75 Prozent auf 43,47 USD. Die US-Sorte WTI gab nach Lagerbestandsdaten um 0,92 Prozent auf 41,07 USD nach. Die Rohölbestände waren überraschend auf Wochensicht um 4,3 Millionen Barrel gestiegen, während Analysten im Schnitt einen Rückgang um 913.000 Barrel prognostiziert hatten. Der Preis für US-Erdgas fiel um 2,01 Prozent auf 2,97 USD. Comex-Kupfer handelte 0,10 Prozent schwächer bei 3,13 USD. Gold gewann 0,69 Prozent auf 1.875 USD (1.589 EUR) hinzu. Silber rückte um 0,16 Prozent auf 24,31 USD vor.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,51 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um zwei Basispunkte auf minus 0,54 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,25 Prozent auf 174,90 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sackte um zehn Basispunkte auf 0,88 Prozent ab.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index handelte 0,55 Prozent tiefer bei 183,94 Punkten. Die Aktie des chinesischen Internet-Giganten Tencent notierte nach der Vorlage der Geschäftszahlen rund 3,3 Prozent höher.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf die BIP-Daten aus der Eurozone sowie auf den US-Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Deutsche Wohnen, Nordex und Salzgitter. Bereits gestern nach US-Börsenschluss legten der Unterhaltungskonzern Disney und der Netzwerkausrüster Cisco ihre Quartalsbilanzen vor. Disney-Papiere befestigten sich nachbörslich um rund 3,3 Prozent. Die Anteilsscheine von Cisco haussierten um rund 7,7 Prozent.

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