Marktüberblick

Marktüberblick: Schaeffler haussiert

Der deutsche Aktienmarkt bot am Dienstag ein uneinheitliches Bild. Der DAX gönnte sich eine Verschnaufpause von der jüngsten Rally und schloss nach einem lustlosen Handel 0,09 Prozent fester bei 13.149 Punkten. Der TecDAX legte um 0,59 Prozent auf 2.901 Punkte zu und bestätigte damit das am Vortag generierte technische Ausbruchssignal. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es derweil um 0,15 Prozent nach unten auf 26.873 Zähler. In den drei Indizes gab es 57 Gewinner und 39 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 65 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 83,2 Millionen Aktien (Vortag: 84,8) im Wert von 4,07 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,50). Gesucht waren vor allem zyklische Werte, während defensive Titel Schwäche zeigten. Stärkste Sektoren waren Technologie, Rohstoffe und Automobile. Am deutlichsten fielen die Abgaben bei Immobilienwerten, Versorgern und Konsumtiteln aus. Wirecard belegte mit einem Plus von 3,02 Prozent die DAX-Spitze. Continental und Infineon legten dahinter um 2,13 und 1,74 Prozent zu. RWE büßte als Schlusslicht im Leitindex 2,72 Prozent ein. Vonovia verlor nach der Vorlage der Quartalszahlen 2,44 Prozent. Im Fokus stand die im SDAX notierte Schaeffler-Aktie mit einem Kurssprung um 13,32 Prozent. Der Automobilzulieferer hatte mit unerwartet guten Geschäftszahlen geglänzt, was auch die Stimmung für den gesamten Sektor beflügelte.

An der Wall Street endete der Dow mit einem Plus von 0,11 Prozent bei 27.493 Punkten. Der Nasdaq 100 schloss unverändert bei 8.210 Zählern. 52 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten zur Schlussglocke Abschläge. Aufwärtsvolumen und Abwärtsvolumen hielten sich die Waage. 185 neuen 52-Wochen-Hochs standen 27 Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Finanzen und nicht-zyklischer Konsum (Consumer Staples). Die deutlichsten Verluste auf Sektorenebene zeigten Immobilienwerte und Versorger.

Am Devisenmarkt setzte der US-Dollar seine am Vortag gestartete Erholung dynamisch fort. Der Dollar-Index stieg gegen Ende des New Yorker Handels um 0,38 Prozent auf 97,92 Punkte. EUR/USD fiel um 0,48 Prozent auf ein 3-Wochen-Tief bei 1,1074 USD. Bei den anderen Hauptwährungen fiel der Austral-Dollar durch Stärke auf, während der Yen aufgrund der gestiegenen Risikofreude unter Druck stand.

Der S&P GSCI Rohstoffindex gewann 0,65 Prozent auf 421,92 Punkte hinzu. Das Barometer für 24 Spotpreise markierte damit ein 2-Monats-Hoch und überwand die 200-Tage-Linie. Brent-Öl verteuerte sich um 1,35 Prozent auf 62,97 USD. Der Preis für US-Erdgas stieg um 1,74 Prozent auf 2,87 USD. Für Comex-Kupfer ging es um 1,09 Prozent nach oben auf 2,70 USD. Die Edelmetalle standen mit der gestiegenen Risikofreude und anziehenden Anleiherenditen deutlich unter Druck. Gold verlor 1,70 Prozent auf 1.485 USD (1.340 EUR). Silber, Platin und Palladium verzeichneten Abgaben von 0,25 bis 2,80 Prozent.

Am Rentenmarkt setzten die Renditen ihren Aufwärtstrend fort. Die Umlaufrendite stieg um vier Basispunkte auf minus 0,33 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte ebenfalls um vier Basispunkte auf ein 4-Monats-Hoch bei minus 0,31 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,36 Prozent tiefer bei 170,42 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes zog um sieben Basispunkte auf 1,86 Prozent an.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh überwiegend südwärts, konnten sich jedoch im Handelsverlauf von den Tiefs absetzen. Der MSCI Asia Pacific Index gab zuletzt noch um 0,02 Prozent auf 166,12 Punkte nach.

Heute richtet sich der Fokus von der Makroseite auf die September-Daten zum Auftragseingang in der deutschen Industrie sowie auf die Servicesektor-Einkaufsmanagerindizes in der Eurozone. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von BMW, adidas, Wirecard und Dialog Semiconductor.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0CBB Long Schaeffler AG Faktor: 3
CJ7RGP Short Schaeffler AG Faktor: -3
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