Marktüberblick

Marktüberblick: SAP leidet unter Analysten

Der deutsche Aktienmarkt stand am Dienstag unter Druck. Als Stimmungskiller wirkten erneut wachsende Spannungen im Handelskonflikt zwischen den USA und der Eurozone sowie wieder in den Vordergrund gerückte Konjunktursorgen. Der DAX schloss 0,94 Prozent schwächer bei 11.851 Punkten. MDAX und TecDAX fielen um 1,10 und 0,92 Prozent. In den drei Indizes gab es 20 Gewinner und 80 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 85 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 67,9 Millionen Aktien (Vortag: 65,6) im Wert von 3,12 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,52). Mit Blick auf die Sektorenperformance konnten sich lediglich Medienwerte (+0,35%) und Versicherungen (+0,01%) dem Negativtrend entziehen. Am stärksten fielen die Abschläge bei Softwaretiteln (-3,01%), Industriewerten (-1,60%) und Einzelhandelswerten (-1,35%) aus. Beiersdorf stieg an der DAX-Spitze nachrichtenlos um 0,83 Prozent. Auch sonst waren überwiegend defensive Werte gesucht. SAP sackte als schwächster Indexwert um 3,43 Prozent ab. Hier belasteten zwei negative Analystenkommentare.

An der Wall Street büßte der Dow Jones Industrial um 0,72 Prozent auf 26.151 Punkte ein. Der Nasdaq 100 gab um 0,41 Prozent auf 7.568 Zähler nach. 72 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Minus. Das Abwärtsvolumen lag bei 78 Prozent. 67 neuen 52-Wochen-Hochs standen 15 neue Tiefs gegenüber. Bei den Sektorenindizes verzeichneten lediglich Versorger und Kommunikationsdienstleister Zugewinne.

Am Devisenmarkt notierte der der Dollar-Index gegen Ende des US-Handels 0,04 Prozent schwächer bei 96,63 Punkten. EUR/USD lag 0,02 Prozent fester bei 1,1263 USD im Markt. Stark gesucht war der als sicherer Hafen geltende Yen.

Der S&P GSCI Rohstoffindex fiel um 0,39 Prozent auf 449,67 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich nach Gewinnmitnahmen um 0,69 Prozent auf 70,61 USD. Gold handelte aufgrund der gestiegenen Risikoscheu 0,49 Prozent fester bei 1.308 USD (1.158 EUR).

Am Rentenmarkt notierte die Umlaufrendite einen Basispunkt höher bei minus 0,06 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um einen Basispunkt auf null Prozent nach. Der Euro-Bund-Future endete 0,15 Prozent fester bei 165,48 Punkten. Der Kontrakt versucht sich nach der jüngsten Korrektur seit drei Handelstagen auf der steigenden 20-Tage-Linie zu stabilisieren. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um einen Basispunkt auf 2,51 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel zuletzt um 0,36 Prozent auf 162,85 Punkte.

Heute richtet sich der Fokus auf die Zinsentscheidung der EZB. Von der Makroseite sind daneben vor allem die US-Verbraucherpreise sowie die Veröffentlichung des Protokolls der letzten geldpolitischen Sitzung der US-Notenbank Fed relevant.

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