Marktüberblick

Marktüberblick: RWE nach Kapitalerhöhung unter Druck

Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich zur Wochenmitte von seiner freundlichen Seite. Händler verwiesen zur Begründung auf eine feste Wall Street. Der DAX schloss 0,74 Prozent höher bei 12.977 Punkten. MDAX und TecDAX rückten um 0,33 beziehungsweise 0,58 Prozent vor. In den drei genannten Indizes gab es 65 Gewinner und 32 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 74 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 52,6 Millionen Aktien (Vortag: 56,7) im Wert von 2,22 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 2,62). Stark gesucht waren vor allem Banken und Versicherungen, während Bauwerte und Versorger durch Schwäche auffielen. Wirecard sprang an der DAX-Spitze um 4,68 Prozent nach oben. Deutsche Bank und Munich Re verbesserten sich dahinter um 2,63 und 1,91 Prozent. RWE sackte als Schlusslicht im Leitindex um 4,58 Prozent ab. Hier belastete eine Kapitalerhöhung des Versorgers, die dieser unter anderem für Investitionen in den Ausbau des Portfolios an erneuerbaren Energien nutzen möchte. Lufthansa notierte im MDAX nach der Einigung mit der Gewerkschaft Cockpit auf einen kurzfristigen Krisenplan 3,65 Prozent fester.

Die US-Notenbank betonte in ihrem am Abend veröffentlichten Fed-Protokoll die wirtschaftlichen Risiken im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. An der Wall Street notierte der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke 0,30 Prozent tiefer bei 27.693 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 fiel um 0,70 Prozent auf 11.319 Zähler. 58 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im negativen Bereich. Das Abwärtsvolumen lag bei 59 Prozent. Es gab 88 neue 52-Wochen-Hochs und 21 neue Tiefs. Alle Sektorenindizes endeten im Minus. Am schwächsten tendierten Immobilienwerte und Energieaktien. Die Apple-Aktie konnte zum Handelsschluss nur noch leichte Zugewinne verbuchen. Im Verlauf knackte der Technologiekonzern jedoch als erstes US-Unternehmen die Schwelle von 2 Billionen USD Marktkapitalisierung und stand damit im nachrichtlichen Fokus.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar nach der Veröffentlichung des Fed-Protokolls gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index, der die Entwicklung des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs anderen wichtigen Währungen abbildet, notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,78 Prozent fester bei 92,92 Punkten. EUR/USD fiel um 0,62 Prozent auf 1,1856 USD. Am Vortag hatte das Währungspaar noch ein 2-Jahres-Hoch bei 1,1965 USD markiert.

Der S&P GSCI Rohstoffindex stieg um 0,09 Prozent auf 358,53 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich um 0,57 Prozent auf 45,20 USD. Die US-Sorte WTI büße nach den Lagerbestandsdaten 0,23 Prozent auf 42,79 USD ein. Der Preis für US-Erdgas kletterte um 0,70 Prozent auf 2,43 USD. Comex-Kupfer verteuerte sich um 0,57 Prozent auf 2,99 USD. Kräftig unter Druck standen die Edelmetalle. Sie litten unter dem festen Dollar. Gold sackte um 3,20 Prozent auf 1.949 USD (1.638 EUR) ab. Silber, Platin und Palladium verbuchten Abschläge von 2,77 bis 4,47 Prozent.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,49 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen notierte am Abend ebenfalls einen Basispunkt tiefer bei 0,47 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,06 Prozent höher bei 176,52 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes stieg um einen Basispunkt auf 0,68 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh auf breiter Front abwärts. Der MSCI Asia Pacific Index gab um 1,58 Prozent auf 169,30 Punkte nach.

Heute stehen von der Makroseite die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sowie der Philadelphia-Fed-Index im Fokus. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von TAG Immobilien, CTS Eventim und Alibaba Group Holding. Für Impulse könnten daneben die gestern Abend vom Indexanbieter Stoxx bekannt gegebenen Indexänderungen sorgen. Demnach verabschiedet sich die insolvente Wirecard mit Wirkung zum 24. August aus dem DAX und TecDAX. Nachrücker im Leitindex wird Delivery Hero. Aixtron rücken im MDAX für Delivery Hero nach. Den freiwerdenden Platz im TecDAX nimmt LPKF Laser ein.

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