Marktüberblick

Marktüberblick: Risk-on zum Wochenstart treibt Anleiherenditen

Der deutsche Aktienmarkt profitierte zum Wochenstart von der Nachricht einer Besserung des Gesundheitszustandes des an Covid-19 erkrankten US-Präsidenten Donald Trump. Daneben stützte die Hoffnung auf weitere konjunkturstützende Maßnahmen in den USA. Der DAX schloss 1,09 Prozent fester bei 12.828 Punkten. MDAX und TecDAX rückten um 1,67 und 1,44 Prozent vor. Die Marktbreite gestaltete sich sehr positiv. In den drei genannten Indizes gab es 85 Gewinner und 13 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 95 Prozent. Im DAX wechselten 56,7 Millionen Aktien (Vortag: 67,3) im Wert von 2,49 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,41) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Versicherungen, Pharma & HealthCare und Automobile. Am schwächsten präsentierten sich Bauwerte sowie die als defensiv geltenden Sektoren Versorger und Konsum. Bayer erholte sich an der DAX-Spitze um 4,08 Prozent. BMW und Munich Re verbuchten Aufschläge von 2,67 und 2,63 Prozent. Die rote Laterne im Leitindex hielt RWE mit einem nachrichtenlosen Minus von 1,46 Prozent. Adidas büßte 1,22 Prozent ein. Im MDAX sprang Grenke dank entlastender Aussagen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG um 16,87 Prozent nach oben. K+S haussierte mit der Spekulation um einen möglichen Verkauf des Salzgeschäfts in den USA um 14,38 Prozent. Thyssenkrupp gewann beflügelt von einem positiven Analystenkommentar 11,36 Prozent hinzu.

An der Wall Street notierte der Dow nach einem stärker als erwarteten Anstieg des ISM-Index für den Servicesektor im September 1,68 Prozent fester bei 28.149 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 legte um 2,25 Prozent auf 11.509 Zähler zu. 73 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Kursgewinne. Das Aufwärtsvolumen lag bei 82 Prozent. Es gab 119 neue 52-Wochen-Hochs und 22 Tiefs. Alle Sektorenindizes verbuchten deutliche Aufschläge. Am deutlichsten nach oben tendierten Energiewerte und Technologietitel.

Am Devisenmarkt verlor der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels 0,37 Prozent auf 93,45 Punkte. Stark gesucht war der Euro nach besser als erwarteten Konjunkturdaten. Sowohl die Einzelhandelsumsätze als auch der Servicesektor-Einkaufsmanagerindex für die Eurozone übertrafen die Konsensschätzung. EUR/USD legte um 0,57 Prozent auf ein 2-Wochen-Hoch bei 1,1784 USD zu. Der als sicherer Hafen geltenden Yen verzeichnete gegenüber allen anderen Hauptwährungen Kursverluste.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise sprang um 2,93 Prozent nach oben auf 347,37 Punkte. Brent-Öl haussierte um 5,65 Prozent auf 41,49 USD. Neben der gestiegenen Risikofreude stützte ein Streik in der norwegischen Öl-Industrie. US-Erdgas verteuerte sich um 7,88 Prozent auf 2,63 USD. Comex-Kupfer gab gegen den Trend um 0,49 Prozent nach auf 2,96 USD. Gold gewann 0,62 Prozent auf 1.919 USD (1.624 EUR) hinzu. Silber, Platin und Palladium sahen Kursaufschläge von 1,76 bis 2,47 Prozent.

Am Rentenmarkt führte die gestiegene Risikofreude zu deutlich anziehenden Anleiherenditen vor allem in den USA. Die Kurse der Staatsanleihen gerieten entsprechend unter Druck. Die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite notierte einen Basispunkt höher bei minus 0,54 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg bis zum Abend um vier Basispunkte auf minus 0,50 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,31 Prozent tiefer bei 174,22 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sprang um acht Basispunkte nach oben auf 0,78 Prozent. Sie löste damit die seit August etablierte Handelsspanne nach oben auf und markierte ein 4-Monats-Hoch.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh auf breiter Front freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,64 Prozent auf 172,81 Punkte. Gegen den Trend schwächer präsentierte sich lediglich die Börse in Manila. Die australische Notenbank RBA ließ wie allgemein erwartet ihre Geldpolitik unverändert und den Leitzins bei 0,25 Prozent. Die Börsen in China blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Heute stehen von der Makroseite die Daten zum deutschen Auftragseingang sowie zur US-Handelsbilanz im Fokus. Unternehmensseitig richtet sich der Blick auf Daimler mit einer Investorenkonferenz.

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