Marktüberblick

Marktüberblick: Ölpreise unter Druck

Am deutschen Aktienmarkt geriet der jüngste Kursaufschwung zur Wochenmitte etwas ins Stocken. Belastungsfaktor war ein schwacher ADP-Arbeitsmarktbericht aus den USA. Der DAX schloss 0,08 Prozent fester bei 11.981 Punkten. MDAX und TecDAX rückten um 0,59 und 1,08 Prozent vor. In den drei Indizes gab es 60 Gewinner und 40 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 52 Prozent. Im DAX wechselten 81,8 Millionen Aktien (Vortag: 107,7) im Wert von 3,19 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,52) den Besitzer. Mit Blick auf die Sektorenperformance stellten Versorger (+1,37%) die größten Gewinner, gefolgt von Einzelhandelswerten (+1,01%) und Softwaretiteln (+0,91%). Am schwächsten tendierten Banken (-1,65%), Rohstoffwerte (-1,59%) und Automobile (-1,09%). An der DAX-Spitze legte die Aktie von Wirecard nachrichtenlos um 2,51 Prozent zu. Linde und E.ON verbesserten sich dahinter um 1,73 und 1,48 Prozent. Die rote Laterne im Index hielt das Papier von ThyssenKrupp mit einem Abschlag von 2,47 Prozent. Continental und Deutsche Bank verloren 1,71 respektive 1,65 Prozent.

An der Wall Street kletterte der Dow um 0,81 Prozent auf 25.540 Punkte. Der Nasdaq 100 schloss 0,75 Prozent fester bei 7.221 Zählern. Die Zahl der steigenden Aktien und die der fallenden Aktien an der NYSE hielten sich die Waage. Das Abwärtsvolumen dominierte jedoch mit 57 Prozent. Es gab 175 neue 52-Wochen-Hochs und 61 neue Tiefs. Bis auf den Energiesektor, der unter fallenden Ölpreisen litt, sahen alle Sektorenindizes Kursgewinne. Am deutlichsten stiegen Immobilienwerte und Versorger.

Der Devisenmarkt präsentierte sich volatil. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels nach zwischenzeitlicher Markierung eines 2-Monats-Tiefs 0,21 Prozent höher bei 97,33 Punkten. EUR/USD verlor 0,27 Prozent auf 1,1221 USD.

Der S&P GSCI Rohstoffindex sackte um 2,06 Prozent auf 398,56 Punkte ab. Brent-Öl gab um 2,16 Prozent auf 60,63 USD nach. Der Preis für die US-Sorte WTI fiel nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten um 3,37 Prozent auf 51,68 USD. Die EIA hatte statt des von Analysten im Schnitt erwarteten Rückgangs der Rohölbestände um 849.000 Barrel einen Anstieg um 6,8 Millionen Barrel gemeldet. Comex-Kupfer rutschte um 1,72 Prozent auf 2,62 USD ab. Gold konnte um 0,37 Prozent auf 1.334 USD (1.187 EUR) zulegen.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,25 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sank um zwei Basispunkte auf ein Rekordtief bei minus 0,22 Prozent. Der Euro-Bund-Future endete 0,15 Prozent höher bei 168,76 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes handelte unverändert bei 2,12 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh bei überwiegend geringen Ausschlägen uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index notierte 0,08 Prozent tiefer bei 153,83 Punkten.

Heute stehen von der Makroseite die Daten zum Auftragseingang in der deutschen Industrie sowie die EZB-Sitzung im Fokus. Geschäftszahlen gibt es unter anderem von Bertrandt und Heidelberger Druckmaschinen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H89 Long Oil WTI Light Crude-Future Faktor: 6
CU0ETM Short Oil WTI Light Crude-Future Faktor: -6

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