Marktüberblick

Marktüberblick: Ölpreise brechen aus

Der deutsche Aktienmarkt konnte vor dem Osterwochenende weitere Zugewinne verbuchen. Kursstützend wirkte laut Händlern der Verfall an der Termin- und Optionsbörse Eurex. Daneben sorgten positiv ausgefallene Daten aus den USA für Konjunkturoptimismus. Der DAX schloss 0,57 Prozent fester bei...

Der deutsche Aktienmarkt konnte vor dem Osterwochenende weitere Zugewinne verbuchen. Kursstützend wirkte laut Händlern der Verfall an der Termin- und Optionsbörse Eurex. Daneben sorgten positiv ausgefallene Daten aus den USA für Konjunkturoptimismus. Der DAX schloss 0,57 Prozent fester bei 12.222 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte rückte um 0,22 Prozent auf 25.856 Punkte vor. Gegen den Trend büßte der TecDAX 0,36 Prozent auf 2.803 Zähler ein. In den drei Indizes gab es 58 Gewinner und 42 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 70 Prozent. Im DAX wechselten 108,9 Millionen Aktien (Vortag: 102,3) im Wert von 5,13 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,26) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Transport (+1,22%), Automobile (+1,16%) und Immobilien (+1,01%). Am stärksten verloren Pharma & Healthcare (-0,88%), Banken (-0,05%) und Rohstoffe (-0,05%). Die Daimler-Aktie belegte mit einem Aufschlag von 2,11 Prozent die DAX-Spitze. Hier stützten Spekulationen über Sparvorhaben. Vonovia und Lufthansa kletterten um 1,44 und 1,30 Prozent. Am stärksten verloren Wirecard, FMC und Merck mit Abgaben zwischen 1,20 und 1,95 Prozent.

An der Wall Street wurde bereits gestern wieder gehandelt. Der Dow Jones Industrial endete nach einem impulsarmen Geschäft 0,18 Prozent tiefer bei 26.511 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 legte hingegen um 0,30 Prozent auf 7.713 Punkte zu. 57 Prozent der Werte an der NYSE mussten Verluste hinnehmen. Das Abwärtsvolumen betrug 53 Prozent. Es gab 54 neue 52-Wochen-Hochs und 34 neue Tiefs. Bei den Sektoren waren Energiewerte mit weitem Abstand am stärksten gesucht. Hier beflügelten die kräftig anziehenden Ölpreise.

Am Devisenmarkt sank der Dollar-Index zum Ende des gestrigen New Yorker Handels um 0,08 Prozent auf 97,29 Punkte. EUR/USD stieg um 0,14 Prozent auf 1,1257 USD. Der Kanada-Dollar konnte gegenüber allen anderen Hauptwährungen aufwerten. Schwächer präsentierte sich hingegen der Austral-Dollar.

Der S&P GSCI Rohstoffindex legte um 1,20 Prozent auf 456,24 Punkte zu. Brent-Öl haussierte um 2,99 Prozent auf ein 6-Monats-Hoch bei 74,12 USD und löste damit eine rund zwei Wochen andauernde Konsolidierung bullish auf. Anlass für die Rally bot die Entscheidung der US-Regierung, ab Mai keine Ausnahmeregelungen mehr für Ölimporte aus dem Iran zu gewähren. Gold notierte 0,06 Prozent höher bei 1.277 USD (1.133 EUR).

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite am Donnerstag um drei Basispunkte auf minus 0,03 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sackte um sechs Basispunkte auf 0,02 Prozent ab. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,47 Prozent auf 165,12 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes stieg im gestrigen dünnen Handel um zwei Basispunkte auf 2,59 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte boten heute früh ein gemischtes Bild. Der MSCI Asia Pacific Index notierte zuletzt 0,13 Prozent fester bei 162,98 Punkten. Besonders kräftige Aufschläge waren beim australischen ASX 200 zu beobachten.

Heute stehen von der Makroseite die Daten zum Verbrauchervertrauen in der Eurozone sowie zu den Neubauverkäufen in den USA im Fokus. Unternehmensseitig richtet sich der Blick auf Geschäftszahlen unter anderem von Coca-Cola, Procter & Gamble und Twitter.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D42 Long Oil Brent-Future Faktor: 10
CJ3D5B Short Oil Brent-Future Faktor: -10

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