Marktüberblick

Marktüberblick: Lufthansa nach Zahlen im Steigflug

Der deutsche Aktienmarkt wurde am Donnerstag von der Spekulation auf eine baldige Teileinigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China nach oben getrieben. Dabei soll es laut Meldungen aus China auch zu einer schrittweisen Aufhebung von Strafzöllen kommen. Der DAX schloss 0,83 Prozent fester auf einem Jahreshoch bei 13.289 Punkten. MDAX und TecDAX kletterten um 0,63 und 0,89 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 66 Gewinner und 32 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 56 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 117,1 Millionen Aktien (Vortag: 80,0) im Wert von 4,77 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,59). Stärkste Sektoren waren Technologie, Industrie und Transport. Am schwächsten tendierten Bauwerte, Versorger und Telekommunikationswerte. Lufthansa haussierte an der DAX-Spitze um 6,84 Prozent. Die Kranich-Airline hatte die Anleger mit ihren Quartalszahlen überzeugt. Siemens legte an zweiter Stelle nach ebenfalls positiv aufgenommenen Geschäftszahlen um 4,89 Prozent zu. Die adidas-Aktie reagierte mit einem Plus von 3,07 Prozent auf die Vorlage der Bilanz. Heidelbergcement verlor als Schlusslicht nach Zahlen 4,46 Prozent. Deutsche Telekom büßte nach negativen Aussagen zur Dividendenpolitik 2,04 Prozent ein.

An der Wall Street stieg der Dow Jones Industrial um 0,66 Prozent auf 27.675 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,28 Prozent nach oben auf 8.220 Zähler. 52 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten jedoch Abgaben. Das Aufwärtsvolumen lag bei 56 Prozent. 173 neuen 52-Wochen-Hochs standen 41 neue Tiefs gegenüber. Bei der Sektorenperformance hatten Energiewerte und Technologietitel die Nase vorne. Kräftig abwärts tendierten die als defensiv geltenden Versorger und Immobilienwerte.

Am Devisenmarkt setzte der US-Dollar seine Rally fort. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des US-Handels 0,19 Prozent höher bei 98,13 Punkten. EUR/USD fiel um 0,15 Prozent auf 1,1049 USD. Sehr stark präsentierten sich die Rohstoffdevisen Austral-Dollar und Kanada-Dollar. Das Pfund Sterling sowie der Yen fielen derweil durch deutliche Schwäche auf. Die Bank of England beließ wie allgemein erwartet auf ihrer Sitzung ihre Geldpolitik unverändert. Das Protokoll der Sitzung wurde jedoch von den Marktteilnehmern taubenhaft interpretiert.

Der S&P GSCI Rohstoffindex stieg um 0,42 Prozent auf 418,69 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 0,92 Prozent auf 62,31 USD. Der Preis für US-Erdgas gab nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten um 1,59 Prozent auf 2,78 USD nach. Comex-Kupfer haussierte um 1,74 Prozent auf 2,71 USD. Gold litt unter der gestiegenen Risikofreude, den anziehenden Anleiherenditen und dem festen Dollar und verlor 1,63 Prozent auf 1.469 USD (1.329 EUR). Silber und Platin fielen um 2,94 beziehungsweise 2,05 Prozent.

Am Rentenmarkt standen die Kurse der Staatsanleihen aufgrund des Risk-on-Sentiments deutlich unter Druck. Für die Renditen ging es entsprechend aufwärts. Die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite verharrte bei minus 0,32 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte bis zum Abend um neun Basispunkte auf ein 4-Monats-Hoch bei minus 0,25 Prozent zu. Der Euro-Bund-Future schloss 0,78 Prozent tiefer bei 169,55 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sprang um elf Basispunkte auf ein 3-Monats-Hoch bei 1,92 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index notierte 0,15 Prozent tiefer bei 166,32 Punkten.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf die Daten zur deutschen Handelsbilanz sowie auf den von der Universität Michigan erhobenen Index der Verbraucherstimmung in den USA. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von der Allianz und Rhön-Klinikum.

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