Marktüberblick

Marktüberblick: Lufthansa nach Rettungspaket gesucht

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich an Himmelfahrt bei dünnen Umsätzen von seiner schwachen Seite. Belastet wurde die Stimmung der Anleger von einer neuen Verbal-Attacke von US-Präsident Donald Trump gegen Chinas Machthaber Xi Jinping. Der DAX schloss 1,40 Prozent tiefer bei 11.066 Punkten und beendete damit eine vier Tage andauernde Gewinnserie. MDAX und TecDAX verbuchten Rückgänge von 0,29 beziehungsweise 1,15 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 20 Gewinner und 78 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 74 Prozent. Im DAX wechselten 73,6 Millionen Aktien (Vortag: 98,8) im Wert von 2,63 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,08) den Besitzer. Mit Blick auf die Sektorenperformance waren Einzelhandelswerte und Versorger gesucht. Die größten Abschläge auf Sektorenebene waren bei Technologiewerten und Banken zu beobachten. An der DAX-Spitze ging es für die Lufthansa-Aktie um 2,70 Prozent aufwärts. Die Fluglinie hatte in der Nacht zuvor bestätigt, sich unmittelbar vor einer Einigung mit der Bundesregierung auf ein Rettungspaket im Umfang von bis zu 9 Milliarden EUR zu befinden. E.ON und RWE stellten die einzigen weiteren DAX-Gewinner mit Aufschlägen von 0,52 und 0,03 Prozent. Fresenius SE verbilligte sich als Schlusslicht im Leitindex nach Gewinnmitnahmen um 4,07 Prozent. SAP und Wirecard büßten 3,10 und 2,93 Prozent ein.

An der Wall Street schloss der Dow 0,41 Prozent tiefer bei 24.474 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 sackte um 1,12 Prozent auf 9.378 Zähler ab. 51 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Plus und 46 Prozent im Minus. Aufwärtsvolumen und Abwärtsvolumen hielten sich die Waage. Einzige Sektorenindizes mit Zugewinnen waren zyklischer Konsum und Industrie. Am schwächsten tendierten Energie und Technologie.

Am Devisenmarkt stieg der Dollar-Index bis gegen Ende des New Yorker Handels um 0,15 Prozent auf 99,32 Punkte und beendete damit eine drei Tage andauernde Abwärtsbewegung. EUR/USD notierte 0,16 Prozent tiefer bei 1,0961 USD. Stark gesucht war das Pfund Sterling, während der Franken gegenüber allen anderen Hauptwährungen abwertete.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise notierte kaum verändert bei 301,66 Punkten. Brent-Öl stieg um 1,20 Prozent auf 36,18 USD. Der Preis für US-Erdgas fiel nach den Lagerbestandsdaten um 2,36 Prozent auf 1,86 USD. Comex-Kupfer gab um 1,04 Prozent auf 2,43 USD nach. Die Edelmetallpreise orientierten sich auf breiter Front südwärts. Gold verbilligte sich um 1,56 Prozent auf 1.725 USD (1.576 EUR). Silber, Platin und Palladium büßten zwischen 3,25 und 7,44 Prozent ein.

Am Rentenmarkt hielten sich die Ausschläge trotz zahlreicher Konjunkturdaten in engen Grenzen. Die Umlaufrendite stieg um einen Basispunkt auf minus 0,45 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um zwei Basispunkte auf minus 0,49 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,13 Prozent höher bei 173,04 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verharrte bei 0,68 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh auf breiter Front schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 1,98 Prozent auf 145,21 Punkte. Besonders schwach präsentierte sich die Börse in Hongkong, nachdem die chinesische Regierung vor dem heute gestarteten Volkskongress ankündigte, die Kontrolle über die Sonderverwaltungszone mit einem eigenen Sicherheitsgesetz zu verschärfen.

Heute richtet sich der Blick auf das Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung der EZB. Geschäftszahlen gibt es unter anderem von Alibaba.

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