Marktüberblick

Marktüberblick: Lufthansa im Steigflug

Am deutschen Aktienmarkt orientierten sich die Kurse am Donnerstag überwiegend nordwärts. Im nachrichtlichen Fokus stand einmal mehr Wirecard. Das unter einem Bilanzskandal leidende Unternehmen meldete Insolvenz an. Der DAX schloss dennoch 0,69 Prozent fester bei 12.178 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 1,39 respektive 0,05 Prozent. In den drei Indizes gab es 70 Gewinner und 26 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen überwog mit 60 Prozent. Im DAX wechselten 128,2 Millionen Aktien (Vortag: 102,8) im Wert von 3,97 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 5,26) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Banken und Automobile. Moderate Abschläge waren bei Rohstoffwerten, Pharma & HealthCare und Versorgern zu beobachten. Deutsche Bank sprang als bester DAX-Wert um 3,27 Prozent nach oben. Henkel und Merck notierten dahinter 3,22 und 3,14 Prozent fester. Wirecard brach am Indexende um 71,28 Prozent ein. Lufthansa-Papiere haussierten um 7,08 Prozent und belegten damit die MDAX-Spitze. Hier beflügelte die Erwartung der Anleger, dass die Hauptversammlung dem milliardenschweren staatlichen Rettungspaket für die Kranich-Airline zustimmen werde.

An der Wall Street gewann der Dow Jones Industrial 1,17 Prozent auf 25.746 Punkte hinzu. Der Nasdaq 100 stieg um 0,99 Prozent auf 10.102 Zähler. 63 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Kursgewinne. Das Aufwärtsvolumen lag bei 75 Prozent. 25 neuen 52-Wochen-Hochs standen 16 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren bis auf Versorger konnten zulegen. Am deutlichsten nach oben ging es mit den Finanzwerten. Sie profitierten von einem Medienbericht, wonach die Einlagensicherungskommission mehrere einschränkende Regularien für den Sektor in Kürze lockern könnte.

Am Devisenmarkt war der US-Dollar den zweiten Tag in Folge gesucht. Der Dollar-Index kletterte bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,13 Prozent auf 97,37 Punkte. Der Euro wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen ab. EUR/USD fiel um 0,25 Prozent auf 1,1222 USD. Mit Blick auf die anderen wichtigen Währungen präsentierte sich der Austral-Dollar stark, während der als sicherer Hafen geltende Yen durch Schwäche auffiel.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise stieg nach dem kräftigen Rücksetzer des Vortages um 0,46 Prozent auf 320,48 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 2,31 Prozent auf 41,24 USD. Der Preis für US-Erdgas brach nach den Lagerbestandsdaten der EIA um 7,59 Prozent auf ein 25-Jahres-Tief bei 1,54 USD ein. Comex-Kupfer notierte 0,81 Prozent höher bei 2,68 USD. Gold fiel nach Gewinnmitnahmen vom am Vortag markierten 8-Jahres-Hoch um 0,15 Prozent auf 1.772 USD (1.570 EUR). Silber konnte um 1,19 Prozent auf 17,88 USD zulegen.

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um vier Basispunkte auf minus 0,47 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um zwei Basispunkte auf ein Monatstief bei minus 0,46 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,16 Prozent fester bei 176,38 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes notierte einen Basispunkt tiefer bei 0,68 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh ganz überwiegend von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,75 Prozent auf 159,88 Punkte. Die Börsen in China blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Heute stehen von der Makroseite die US-Daten zu den persönlichen Ausgaben und Einkommen sowie der Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan im Fokus. Geschäftszahlen gibt es unter anderem von Hornbach Holding und Hennes & Mauritz. Bei RWE findet die Online-Hauptversammlung statt. Die Lufthansa-Aktie machte bereits gestern im nachbörslichen Handel einen Satz von rund 6 Prozent nach oben, nachdem die außerordentliche Hauptversammlung dem staatlichen Rettungspaket zugestimmt hat. Daneben richtet sich der Blick auf die Nike-Aktie. Der US-Sportartikelhersteller hat gestern nach Börsenschluss Zahlen vorgelegt, die die Markterwartungen enttäuscht haben. Das Papier verlor im nachbörslichen US-Handel rund 4 Prozent.

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