Marktüberblick

Marktüberblick: Kurskapriolen an den Ölmärkten

Der deutsche Aktienmarkt konnte zur Wochenmitte anfängliche Schwäche abschütteln, die ein militärischer Vergeltungsschlag des Iran gegen vom US-Militär genutzte Stützpunkte im Irak ausgelöst hatte. Äußerungen von beiden Konfliktparteien nährten die Hoffnung, dass eine weitere militärische Eskalation der Krise vermieden werden könnte. Der DAX schloss 0,70 Prozent fester bei 13.320 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,32 und 0,24 Prozent. In den drei Indizes gab es 71 Gewinner und 25 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 79 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 88,2 Millionen Aktien (Vortag: 78,3) im Wert von 3,50 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,43). Stärkste Sektoren waren Banken und Konsum. Die größten Abschläge waren bei Telekommunikationswerten und Rohstofftiteln zu beobachten. Deutsche Bank haussierte an der DAX-Spitze nachrichtenlos um 3,37 Prozent. An zweiter und dritter Stelle rückten adidas und Bayer um 2,74 und 2,59 Prozent vor. BASF bildete das Schlusslicht im Leitindex mit einem Minus von 0,85 Prozent. Deutsche Telekom verlor 0,39 Prozent. Im MDAX brach die Aktie von Varta nach einem negativen Analystenkommentar um 21,76 Prozent ein.

An der Wall Street legte der Dow Jones Industrial nach einem besser als erwarteten ADP-Arbeitsmarktbericht um 0,56 Prozent auf 28.745 Punkte zu. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,74 Prozent nach oben auf 8.912 Zähler. 58 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Kursgewinne. Aufwärtsvolumen und Abwärtsvolumen hielten sich die Waage. Bei der Sektorenperformance lagen Technologiewerte und Kommunikationsdienstleister vorne. Einzige Sektoren im Minus waren Energie und Versorger. Walgreens sackte nach der Vorlage negativ aufgenommener Quartalszahlen um 5,83 Prozent ab. Tesla sprang um 4,92 Prozent auf ein neues Rekordhoch.

Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar den zweiten Tag in Folge zulegen. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,33 Prozent fester bei 97,28 Punkten. EUR/USD fiel um 0,37 Prozent auf 1,1110 USD. Der als sicherer Hafen geltende Yen verzeichnete gegenüber allen anderen Hauptwährungen Verluste.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise fiel um 2,56 Prozent auf 431,03 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich um 2,93 Prozent auf 66,27 USD. Im frühen asiatischen Handel hatte die Notierung noch unmittelbar nach dem Raketenangriff durch den Iran ein Hoch bei 71,75 USD und damit den höchsten Stand seit September erreicht. Comex-Kupfer stieg um 0,52 Prozent auf 2,81 USD. Gold verlor 0,90 Prozent auf 1.560 USD und endete damit deutlich unterhalb des im Tagesverlauf verbuchten 7-Jahres-Hochs bei 1.613 USD. Der Goldpreis in Euro notierte nach dem Markieren eines Rekordhochs bei 1.444 EUR 0,76 Prozent schwächer bei 1.401 EUR. Silber fiel um 1,38 Prozent auf 18,14 USD.

Am Rentenmarkt verharrte die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite bei minus 0,29 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg bis zum Abend um vier Basispunkte auf minus 0,24 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss nach dem zwischenzeitlichen Markieren eines 6-Wochen-Hochs (173,22) 0,33 Prozent tiefer auf einem 3-Tages-Tief bei 171,43 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um vier Basispunkte auf 1,87 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh auf breiter Front von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 1,15 Prozent auf 171,73 Punkte.

Heute stehen von der Makroseite die November-Daten zur deutschen Industrieproduktion im Fokus. Experten erwarten im Schnitt einen Anstieg um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Aktie des IT-Dienstleisters Cancom dürfte heute schwächer in den Handel starten. Das Unternehmen hatte gestern Abend mitgeteilt, dass Vorstandschef Thomas Volk das Unternehmen vorzeitig zum 31. Januar verlassen wird.

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