Marktüberblick

Marktüberblick: K+S haussiert nach Zahlen

Der deutsche Aktienmarkt verbuchte am Donnerstag moderate Zugewinne. Für etwas Erleichterung unter den Anlegern sorgte, dass das britische Parlament am Vorabend gegen einen ungeregelten Brexit gestimmt hatte. Der DAX schloss 0,13 Prozent fester bei 11.587 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte kletterte um 0,67 Prozent auf 25.024 Punkte. Für den TecDAX ging es hingegen um 0,02 Prozent abwärts auf 2.652 Zähler. In den drei Indizes standen sich 60 Gewinner und 40 Verlierer gegenüber. Das Aufwärtsvolumen lag bei 54 Prozent. Im DAX wechselten 90,3 Millionen Aktien (Vortag: 80,8) im Wert von 3,57 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,23) den Besitzer. Bei der Sektorenperformance lagen Konsumwerte (+2,00%) vor Versicherungen (+0,68%) und Telekommunikationswerten (+0,62%). Am deutlichsten verloren Rohstoffwerte (-0,74%), Chemietitel (-0,65%) und Banken (-0,56%). An der DAX-Spitze sprang die adidas-Aktie um 3,32 Prozent. ThyssenKrupp notierte 1,96 Prozent fester. RWE kletterte nach der Zahlenvorlage um 1,84 Prozent. Die rote Laterne hielt Lufthansa mit einem Abschlag von 6,30 Prozent. Belastet wurde der Anteilsschein nach der Vorlage der Bilanz von der Sorge vor höheren Kerosinpreisen, die laut dem Ausblick das Ergebnis im laufenden Jahr deutlicher als erwartet belasten könnten. Wirecard büßte 3,03 Prozent ein. BASF verlor 1,32 Prozent. Im MDAX haussierten Gea Group und K+S um 10,99 beziehungsweise 10,06 Prozent. Bei Gea reagierten die Anleger auf eine überraschende Anhebung der Prognose. K+S profitierte von besser als erwarteten Geschäftszahlen und einem positiven Ausblick.

An der Wall Street verabschiedete sich der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke mit einem leichten Plus von 0,02 Prozent bei 25.710 Punkten aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq 100 endete 0,19 Prozent schwächer bei 7.243 Zählern. Dass das britische Unterhaus wie erwartet am Abend für eine Verschiebung des Brexits gestimmt hatte, wirkte sich nicht auf das Kursgeschehen aus. 51 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im positiven Terrain. Das Aufwärtsvolumen lag bei 54 Prozent. Es gab 103 neue 52-Wochen-Hochs und 21 neue Tiefs. Stärkste Sektoren waren Finanzen und Immobilien. Am deutlichsten verloren Rohstoffwerte und
Kommunikationsdienstleister.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,28 Prozent fester bei 96,77 Punkten. EUR/USD fiel um 0,20 Prozent auf 1,1303 USD. Das Pfund Sterling stand nach der Abstimmung des Unterhauses für eine Brexit-Verschiebung auf breiter Front unter Druck.

Der S&P GSCI Rohstoffindex handelte 0,07 Prozent fester bei 431,81 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 0,47 Prozent auf 67,23 USD. Der Preis für US-Erdgas sprang nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten um 1,24 Prozent auf 2,86 USD. Gold verlor 1,08 Prozent auf 1.295 USD (1.147 EUR).

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,01 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte um einen Basispunkt auf 0,08 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss nach einem richtungslosen Handel 0,01 Prozent beziehungsweise zwei Ticks höher bei 164,23 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes legte um zwei Basispunkte auf 2,63 Prozent zu.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend fester. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,71 Prozent auf 158,84 Punkte. Die Bank of Japan ließ wie allgemein erwartet ihre Geldpolitik unverändert. Daneben lieferte sie einen verhaltenen konjunkturellen Ausblick.

Heute stehen von der Makroseite die Verbraucherpreise für die Eurozone sowie die Industrieproduktion in den USA im Fokus. Die Veröffentlichung von Geschäftszahlen steht unter anderem an bei Bechtle. Mit Blick auf den großen Verfall an der Eurex (Hexensabbat) ist mit erhöhter Volatilität zu rechnen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ8HG8 Long K+S Faktor: 4
CJ8JT7 Short K+S Faktor: -4

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