Marktüberblick

Marktüberblick: Intraday-Reversal an der Wall Street

Am deutschen Aktienmarkt herrschte zum Wochenstart Ausverkaufsstimmung vor. Belastend wirkten die Sorge vor einem schnellen Anziehen der geldpolitischen Zügel seitens der US-Notenbank sowie die geopolitischen Spannungen rund um den Ukraine-Konflikt. Zudem hat sich die charttechnische Großwetterlage in vielen Aktienindizes global eingetrübt. Der DAX sackte vor diesem Hintergrund um 3,80 Prozent auf 15.011 Punkte ein. MDAX und TecDAX verloren 4,17 respektive 4,57 Prozent. Alle genannten Indizes notieren nun deutlich unter ihren 200-Tage-Linien auf Mehrmonatstiefs. In den drei Indizes gab es lediglich einen Gewinner und 98 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei knapp 100 Prozent. Alle Sektorenindizes gingen auf Tauchstation. Am schwächsten tendierten Einzelhandelswerte und Konsumtitel. Die rote Laterne im DAX hielt Delivery Hero mit einem Minus von 8,07 Prozent. HelloFresh büßte 7,60 Prozent ein.

An der Wall Street kam es im Handelsverlauf ohne Nachrichten zu einem extremen Intraday-Reversal. Nach zwischenzeitlichen massiven Kurseinbrüchen in den Indizes gelang der Turnaround und zur Schlussglocke notierten diese im Plus. Der Dow Jones Industrial konnte erstmals in seiner Geschichte einen Tagesverlust von über 1.000 Punkten wieder wett machen. Er verabschiedete sich mit einem Aufschlag von 0,29 Prozent bei 34.365 Punkten aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq 100 schloss 0,49 Prozent fester bei 14.510 Zählern. Zwischenzeitlich hatte er fast 5 Prozent im Minus notiert. Ein derart dramatisches Comeback hatte der Index zuletzt im Jahr 2008 gesehen. 55 Prozent der Werte an der NYSE konnten zulegen. Das Aufwärtsvolumen lag bei 54 Prozent. Es gab sieben 52-Wochen-Hochs und 792 Tiefs. Der US-Dollar wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. EUR/USD fiel um 0,19 Prozent auf 1,1321 USD. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries notierte unverändert bei 1,75 Prozent. Rohöl der US-Sorte WTI verbilligte sich um 1,68 Prozent auf 83,71 USD. Gold stieg an der Comex um 0,46 Prozent auf 1.840 USD.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh auf breiter Front schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index handelte 1,81 Prozent tiefer bei 186,58 Punkten. Besonders schwach zeigte sich der koreanische Kospi. Der S&P Future notierte zuletzt mit einem Abschlag von 1,24 Prozent. Für den DAX wird gemäß der vorbörslichen Indikation (15.204) ein Handelsstart im Plus erwartet.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite zunächst auf den ifo-Geschäftsklimaindex für den Januar. Die Konsensschätzung lautet auf einen unveränderten Stand von 94,7 Punkten. In den USA könnte der Index des Verbrauchervertrauens Impulse liefern. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von General ElectricJohnson & Johnson3MVerizon Communications und Microsoft (nach US-Börsenschluss).

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