Marktüberblick

Marktüberblick: Intel im Rallymodus

Am deutschen Aktienmarkt überwogen zur Wochenmitte nach einem lustlosen Handel die positiven Vorzeichen. Der DAX schloss 0,10 Prozent fester bei 13.940 Punkten. MDAX und TecDAX sahen Zugewinne von 0,38 und 0,53 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 53 Kursgewinner und 44 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 60 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 70,6 Millionen Aktien (Vortag: 75,8) im Wert von 3,42 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,20). Mit Blick auf die Sektorenperformance hatten mit Versorgern, Pharma & HealthCare und Immobilienaktien die defensiven Werte die Nase vorne. Am schwächsten präsentierten sich Bauwerte und Automobilaktien. Bayer sprang als stärkster Wert im DAX um 4,49 Prozent nach oben. Beflügelt wurde das Papier von positiven Nachrichten vom Prostatakrebsmedikament Nubequa. RWE und Vonovia folgten mit nachrichtenlosen Aufschlägen von 2,26 und 1,64 Prozent. Delivery Hero hielt mit einem Minus von 3,70 Prozent aufgrund von Gewinnmitnahmen die rote Laterne. Daimler und HeidelbergCement fielen um 1,55 und 1,20 Prozent.

An der Wall Street endete der Dow nahezu unverändert bei 31.060 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 legte um 0,63 Prozent auf 12.974 Punkte zu. 52 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im positiven Terrain. Das Abwärtsvolumen überwog mit 53 Prozent. Es gab 278 neue 52-Wochen-Hochs und zwei Tiefs. Stärkste Sektoren waren Versorger und Immobilien. Am schwächsten tendierten Rohstoffaktien und Industriewerte. Intel haussierte als stärkste Aktie im Dow und S&P 500 um 6,97 Prozent. Der Chiphersteller hatte sich optimistisch gezeigt, die eigenen Prognosen für das Schlussquartal 2020 zu übertreffen.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels 0,34 Prozent fester bei 90,35 Punkten. EUR/USD gab um 0,43 Prozent auf 1,2154 USD nach.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise gab um 0,05 Prozent auf 433,33 Prozent nach. Brent-Öl verbilligte sich um 0,95 Prozent auf 56,04 USD. Die US-Sorte WTI verlor nach einem stärker als erwarteten Rückgang der US-Rohölbestände 0,62 Prozent auf 52,88 USD. Comex-Kupfer notierte 0,18 Prozent höher bei 3,61 USD. Gold handelte 0,14 Prozent fester bei 1.847 USD (1.518 EUR). Silber büßte 0,47 Prozent auf 25,32 USD ein.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,52 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel bis zum Abend um fünf Basispunkte auf minus 0,53 Prozent. Der Euro-Bund-Future verbesserte sich nach sechs Minustagen in Folge um 0,40 Prozent auf 177,48 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um fünf Basispunkte auf 1,10 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh überwiegend fester. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,33 Prozent auf 209,85 Punkte. Besonders kräftige Zugewinne zeigte der japanische Nikkei 225. Hier stützten ein schwächerer Yen sowie besser als erwartete Daten zu den japanischen Maschinenorders.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf die Daten zum deutschen BIP sowie auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Südzucker und Hella.

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