Marktüberblick

Marktüberblick: Intel-Enttäuschung belastet Tech-Werte

Der deutsche Aktienmarkt stand zum Wochenausklang nach Gewinnmitnahmen deutlich unter Druck. Als Belastungsfaktoren wirkten gestiegene politische Spannungen zwischen den USA und China sowie die Furcht vor einer zweiten Corona-Welle. Technologiewerte litten zusätzlich unter enttäuschenden Intel-Zahlen. Der DAX schloss 2,02 Prozent tiefer bei 12.838 Punkten. MDAX und TecDAX verzeichneten Abschläge von 2,42 und 3,34 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es sechs Gewinner und 91 Verlierer. Das Abwärtsvolumen überwog mit 87 Prozent. Im DAX wechselten 63,8 Millionen Aktien (Vortag: 64,5) im Wert von 2,74 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,15) den Besitzer. Alle Sektorenindizes endeten im negativen Terrain. Am schwächsten tendierten Einzelhandelswerte und Technologietitel. Kein einziger Wert im DAX konnte zulegen. Größte Verlierer waren Wirecard, SAP und Infineon mit Verlusten von 3,94 bis 5,34 Prozent. Brenntag setzte sich nach positiv aufgenommenen Geschäftszahlen an die Spitze des MDAX mit plus 2,01 Prozent. Delivery Hero brach um 7,65 Prozent ein. Hier belastete ein Interview des CEO Niklas Östberg, wonach er nicht wisse, wann das Unternehmen profitabel werde.

An der Wall Street fiel der Dow zur Schlussglocke um 0,68 Prozent auf 26.470 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,92 Prozent abwärts auf 10.483 Zähler. 63 Prozent der Werte an der NYSE notierten im Minus. Das Abwärtsvolumen betrug 67 Prozent. Es gab 45 neue 52-Wochen-Hochs und fünf neue Tiefs. Mit Blick auf die Sektorenperformance konnten lediglich zyklische Konsumwerte zulegen. Die größten Abschläge sahen Technologiewerte und HealthCare. Die Intel-Aktie rutschte nach einem enttäuschenden Margenausblick und der Bekanntgabe einer Verzögerung der Produktion superschneller Halbleiter um 16,24 Prozent ab.

Am Devisenmarkt setzte der US-Dollar seinen Abwärtstrend fort. Der Dollar-Index notierte zum Ende des US-Handels 0,47 Prozent tiefer bei 94,34 Punkten. EUR/USD stieg um 0,51 Prozent auf 1,1655 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen waren der Yen sowie der Franken als sichere Häfen gesucht. Auffällige Schwäche zeigte derweil der Kanada-Dollar.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise notierte 0,10 Prozent fester bei 342,00 Punkten. Brent-Öl handelte 0,07 Prozent fester bei 43,34 USD. Der Preis für US-Erdgas zog um 1,74 Prozent auf 1,87 USD an. Comex-Kupfer sackte um 1,57 Prozent auf 2,89 USD ab. Gold zur Lieferung im August gewann 0,40 Prozent auf 1.898 USD hinzu. In Euro markierte das Edelmetall ein Rekordhoch bei 1.632 EUR. Im heutigen asiatischen Handel konnte der Spotpreis in US-Dollar das aus dem Jahr 2011 stammende Allzeithoch überwinden.

Am Rentenmarkt stieg die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf minus 0,49 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte bis zum Abend um vier Basispunkte auf minus 0,45 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,32 Prozent tiefer bei 176,19 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verharrte bei 0,59 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index kletterte um 0,57 Prozent auf 166,34 Punkte. Gegen den Trend zeigte der Nikkei 225 nach den zwei Börsenfeiertagen in Japan Schwäche.

Heute sind von der Makroseite vor allem der ifo-Geschäftsklimaindex sowie die Daten zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA relevant. Unternehmensseitig stehen Geschäftszahlen unter anderem von SAP, Ryanair und LVMH im Fokus.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ5LN1CallIntelHebel: 3,2
SB955APutIntelHebel: 5,5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.