Marktüberblick

Marktüberblick: Infineon gesucht

Am deutschen Aktienmarkt überwogen auch zur Wochenmitte erneut die negativen Vorzeichen. Belastend wirkte ein fester Euro. Der DAX schloss 0,50 Prozent tiefer bei 12.373 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte notierte praktisch unverändert bei 25.821 Punkten. Gegen den Trend rückte der TecDAX um 0,20 Prozent auf 2.904 Zähler vor. In den genannten drei Indizes gab es 36 Gewinner und 60 Verlierer. Das Abwärtsvolumen überwog jedoch nur geringfügig mit 52 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 80,4 Millionen Aktien (Vortag: 105,8) im Wert von 2,96 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,22). Stärkste Sektoren waren Technologie, Banken und Einzelhandel. Am schwächsten tendierten Automobilwerte nach enttäuschenden Juni-Absatzzahlen aus China sowie Rohstoffwerte und Versicherungen. FMC legte an der DAX-Spitze gestützt von einer positiven Analysteneinschätzung um 1,65 Prozent zu. Infineon zog dahinter um 1,41 Prozent an. Hier beflügelten erfreuliche Umsatzzahlen von Taiwan Semiconductor. Daimler bildete das Schlusslicht im Leitindex mit einem Abschlag von 1,57 Prozent. Continental und E.ON verloren 1,53 und 1,33 Prozent.

An der Wall Street verbesserte sich der Dow Jones Industrial um 0,28 Prozent auf 26.860 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 legte um 0,97 Prozent auf ein Rekordhoch bei 7.903 Zählern zu. Der mit Spannung erwartete taubenhafte Auftritt des Fed-Chairman Jerome Powell vor dem US-Repräsentantenhaus nährte die Erwartung einer Zinssenkung in der Juli-Sitzung. 60 Prozent der Werte an der NYSE endeten im positiven Terrain. Das Aufwärtsvolumen betrug ebenfalls 60 Prozent. 261 neuen 52-Wochen-Hochs standen 39 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Energie und Kommunikationsdienstleister. Am deutlichsten verloren Finanzwerte und Industrietitel.

Am Devisenmarkt litt der US-Dollar unter pessimistischen Aussagen von Powell zum konjunkturellen Ausblick und wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen ab. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,41 Prozent tiefer bei 97,12 Punkten. EUR/USD stieg um 0,38 Prozent auf ein Wochenhoch bei 1,1250 USD.

Der S&P GSCI Rohstoffindex haussierte um 2,79 Prozent auf 434,12 Punkte. Brent-Öl stieg um 3,80 Prozent auf 66,60 USD. Die US-Sorte WTI verteuerte sich nach bullishen Lagerbestandsdaten und mit Blick auf einen an die Golfküste herannahenden Sturm um 4,22 Prozent auf 60,27 USD. Comex-Kupfer gewann 2,51 Prozent auf 2,69 USD hinzu. Gold handelte 1,46 Prozent fester bei 1.421 USD (1.261 EUR). Silber, Platin und Palladium notierten mit Aufschlägen zwischen 0,78 und 3,06 Prozent.

Am Rentenmarkt kam es wie beim Forexmarkt zu einer deutlichen Gegenbewegung zum jüngsten Trend. Die Umlaufrendite stieg um fünf Basispunkte auf minus 0,31 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete vier Basispunkte höher auf einem 2-Wochen-Hoch bei minus 0,31 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,38 Prozent tiefer bei 172,50 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes notierte unverändert bei 2,07 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh ganz überwiegend von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,98 Prozent auf 160,79 Punkte.

Heute stehen von der Makroseite die US-Verbraucherpreise für den Juni im Zentrum des Interesses. Die Aktien von Krones und Aumann dürften aufgrund gestern Abend veröffentlichter Gewinnwarnungen unter Druck kommen. Geschäftszahlen stehen unter anderem an bei Südzucker und Gerresheimer.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ8GX9 Long Infineon Faktor: 4
CJ8GZ5 Short Infineon Faktor: -4

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