Marktüberblick

Marktüberblick: Immobilienwerte als sicherer Hafen

Der deutsche Aktienmarkt setzte gestern seine Korrektur aufgrund der Sorge um eine weitere Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China fort. Der DAX verlor 1,69 Prozent auf 11.974 Punkte. MDAX und TecDAX endeten mit Abschlägen von 1,63 und 2,64 Prozent. In den drei Indizes gab es 20 Gewinner und 81 Verlierer. Das Abwärtsvolumen betrug 80 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 109,4 Millionen Aktien (Vortag: 101,0) im Wert von 4,79 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,15). Stärkste Sektoren waren Immobilien (+0,86%), Medien (+0,09%) und Bau (+0,08%). Am kräftigsten abwärts tendierten Technologiewerte (-4,52%), Banken (-3,19%) und Automobile (-2,94%). Die Aktie von Vonovia setzte sich mit einem Kurssprung von 2,69 Prozent an die DAX-Spitze und markierte damit ein Allzeithoch. Das Papier profitierte wie der gesamte Immobiliensektor von der Suche nach sicheren Häfen. HeidelbergCement rückte nach positiv aufgenommenen Geschäftszahlen um 0,46 Prozent vor. Continental büßte als Schlusslicht im Index nach der Vorlage enttäuschender Zahlen 5,32 Prozent ein.

An der Wall Street ging es für den Dow Jones Industrial um 0,53 Prozent auf 25.828 Punkte nach unten. Der Nasdaq 100 verlor 0,45 Prozent auf 7.583 Zähler. 56 Prozent der Werte an der NYSE notierten zur Schlussglocke im roten Terrain. Das Abwärtsvolumen lag bei 63 Prozent. Es gab 65 neue 52-Wochen-Hochs und 85 neue Tiefs. Bei der Sektorenperformance wiesen nur Immobilienwerte ein Plus auf. Die größten Abgaben waren bei Rohstoffwerten und Technologietiteln zu beobachten.

Am Devisenmarkt sank der Dollar-Index zum Ende des US-Handels um 0,11 Prozent auf 97,46 Punkte. EUR/USD gewann 0,19 Prozent auf 1,1212 USD. Stark gesucht waren die beiden Safe-Haven-Währungen Franken und Yen. Das Pfund Sterling und der Austral-Dollar fielen hingegen durch deutliche Schwäche auf.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise fiel um 0,64 Prozent auf 433,99 Punkte. Brent-Öl notierte 0,24 Prozent schwächer bei 70,20 USD. Der Preis für US-Erdgas sank nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten um 0,65 Prozent auf 2,59 USD. Comex-Kupfer verlor 0,29 Prozent auf 2,78 USD. Gold stieg um 0,23 Prozent auf 1.284 USD (1.145 EUR). Silber, Platin und Palladium büßten zwischen 0,62 und 1,61 Prozent ein.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf minus 0,13 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte bei minus 0,04 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,10 Prozent höher bei 166,24 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um vier Basispunkte auf 2,45 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific notierte unverändert bei 156,67 Punkten. Die chinesischen Börsen tendierten trotz der Einführung der erhöhten Zölle von 25 Prozent auf chinesische Importe im Volumen von 200 Milliarden USD in die USA freundlich.

Heute stehen von der Makroseite die US-Verbraucherpreise im Zentrum des Interesses. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Deutsche Post und Linde.

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WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0BY8 Long Vonovia SE Faktor: 4
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