Marktüberblick

Marktüberblick: Hugo Boss nach Zahlen gesucht

Der deutsche Aktienmarkt verblieb am Dienstag im Konsolidierungsmodus. Belastet wurde er von wieder in den Fokus rückenden Sorgen vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft. Der DAX schloss 0,41 Prozent tiefer bei 11.090 Punkten. MDAX und TecDAX gaben um 0,12 beziehungsweise 0,50 Prozent nach. In den drei Indizes verbuchten 33 Werte Kursgewinne, während 68 im negativen Terrain endeten. Das Abwärtsvolumen lag bei 64 Prozent. Im DAX wechselten 75,7 Millionen Aktien (Vortag: 68,0) im Wert von 3,04 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,28) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Bau (+1,54%), Einzelhandel (+0,88%) und Versorger (+0,30%). Die größten Verluste waren bei Rohstoffwerten (-2,65%), Technologie (-1,85%) und Banken (-1,09%) zu beobachten. Die Spitzenposition im DAX belegte die Aktie von Wirecard mit einem Plus von 1,88 Prozent. Lufthansa gewann 1,42 Prozent hinzu. Beide Titel wurden von Kaufempfehlungen angetrieben. Für die Linde-Aktie ging es nach der Meldung eines Aktienrückkaufprogramms um 1,32 Prozent nach oben. Covestro büßte am Ende des Indextableaus nach einem negativen Analystenkommentar 3,14 Prozent ein. ThyssenKrupp und Infineon verloren 2,29 und 1,83 Prozent. Im MDAX haussierte Hugo Boss nach positiv aufgenommenen Quartalszahlen 5,64 Prozent.

An der Wall Street standen die Indizes deutlicher unter Druck. Verschiedene Medienberichte ließen Zweifel daran aufkommen, dass es zeitnah zu einer Annäherung im Handelsstreit zwischen den USA und China kommen könnte. Der Dow verlor 1,22 Prozent auf 24.404 Punkte. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 sackte um 2,03 Prozent ab auf 6.647 Zähler. 75 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Minus. Das Abwärtsvolumen lag bei 84 Prozent. Es gab 15 neue 52-Wochen-Hochs und 28 neue Tiefs. Mit Blick auf die Sektorenindizes konnten lediglich Versorger ein Plus erkämpfen. Die kräftigsten Verluste verzeichneten Energie, Industrie und Kommunikationsdienstleister.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels nahezu unverändert bei 96,31 Punkten. EUR/USD fiel um 0,04 Prozent auf 1,1360 USD. Auffällige Stärke waren beim Pfund Sterling und beim Yen zu beobachten. Kräftig abwärts ging es derweil mit den Rohstoffwährungen Austral-Dollar und Kanada-Dollar.

Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 1,60 Prozent tiefer bei 406,59 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 1,93 Prozent auf 61,53 USD. Der Preis für US-Erdgas sackte um 7,75 Prozent auf 2,99 USD ab. Comex-Kupfer fiel um 2,04 Prozent auf 2,66 USD. Gold handelte mit einem Aufschlag von 0,16 Prozent bei 1.285 USD (1.131 EUR). Silber, Platin und Palladium verloren hingegen zwischen 0,25 und 2,16 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,11 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete drei Basispunkte tiefer bei 0,23 Prozent. Der Euro-Bund-Future legte um 0,29 Prozent auf 164,64 Punkte zu. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sackte um fünf Basispunkte auf 2,74 Prozent ab.

Die asiatischen Aktienmärkte neigten heute früh überwiegend zur Schwäche. Der MSCI Asia Pacific Index gab den zweiten Tag in Folge um diesmal 0,36 Prozent auf 152,21 Punkte nach. Die Bank of Japan beließ ihre Geldpolitik wie allgemein erwartet unverändert, senkte jedoch erneut den Inflationsausblick.

Heute steht von der Makroseite der Index des Verbrauchervertrauens in der Eurozone im Fokus. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von United Technologies und Procter & Gamble.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ8HG7 Long Hugo Boss Faktor: 4
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