Marktüberblick

Marktüberblick: Hugo Boss nach Zahlen gesucht

Der deutsche Aktienmarkt orientierte sich am Dienstag abwärts. Ein überraschend stark gestiegener ZEW-Index der Konjunkturerwartungen konnte bei den Anlegern keine Kauflaune entfachen. Er stieg im Januar auf 51,7 Punkte von 29,9 Punkten im Vormonat. Der DAX schloss 1,01 Prozent tiefer bei 15.773 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 1,25 respektive 1,59 Prozent. Der Abverkauf war breit angelegt. In den drei genannten Indizes gab es 19 Gewinner und 80 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 70 Prozent. Alle Sektorenindizes verzeichneten Abschläge. Am schwächsten tendierten die Sektoren Technologie (-2,56%) und Industrie (-1,82%). FMC stemmte sich an der DAX-Spitze nachrichtenlos gegen den Abschwung mit einem Plus von 0,63 Prozent. Sartorius bildete das Schlusslicht im Leitindex mit minus 3,04 Prozent. Im MDAX zog Hugo Boss (+ 1,10%) mit besser als erwarteten Quartalszahlen die Aufmerksamkeit auf sich.

An der Wall Street wurde die Stimmung von weiter haussierenden Anleiherenditen getrübt. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries sprang nach der Herausnahme eines wichtigen technischen Widerstands um satte neun Basispunkte nach oben auf 1,87 Prozent. Sie markierte damit ein 24-Monats-Hoch. Daneben belasteten enttäuschend ausgefallene Quartalszahlen der Investmentbank Goldman Sachs (- 6,97%). Der Dow Jones Industrial notierte zur Schlussglocke 1,51 Prozent tiefer bei 35.368 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 sackte um 2,57 Prozent auf 15.211 Zähler ab. 82 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Abschläge. Das Abwärtsvolumen betrug ebenfalls 82 Prozent. Es gab 97 neue 52-Wochen-Hochs und 299 Tiefs. Mit Blick auf die Sektoren-Performance konnten lediglich Energiewerte (+0,40%) zulegen. Rohöl der US-Sorte WTI verteuerte sich angetrieben von gestiegenen geopolitischen Spannungen um 3,25 Prozent auf 86,54 USD. Die Notierung erreichte damit den höchsten Stand seit Oktober 2014 und überwand den technischen Widerstand des Hochs vom vergangenen Oktober.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh auf breiter Front schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index handelte 1,35 Prozent tiefer bei 190,96 Punkten. Besonders kräftig abwärts ging es an der Börse in Tokio. Der Nikkei 225 büßte 2,80 Prozent ein. Sony (-12,51%) verzeichnete das stärkste Tagesminus seit 12 Jahren. Die Aktie litt unter der Nachricht der Übernahme des Videospiele-Konkurrenten Activision durch Microsoft. Der S&P Future notierte zuletzt mit einem Abschlag von 0,55 Prozent. Für den DAX wird gemäß der vorbörslichen Indikation (15.668) ein Handelsstart im Minus erwartet.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf die deutschen Verbraucherpreise sowie auf die Daten zu den Baubeginnen und Baugenehmigungen in den USA. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von ASML, Richemont, Hypoport, Unitedhealth, Bank of America, Procter & Gamble und Morgan Stanley.

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