Marktüberblick

Marktüberblick: Goldpreis steigt auf 8-Jahres-Hoch

Der deutsche Aktienmarkt wurde am Dienstag von besser als erwarteten Konjunkturdaten aus der Eurozone beflügelt. Die Juni-Einkaufsmanagerindizes machten einen kräftigen Satz nach oben und konnten zum Teil sogar wieder über die Wachstumsschwelle bei 50 Punkten ansteigen, was die Hoffnung auf eine V-förmige Konjunkturerholung nach der Corona-Delle stützte. Der DAX endete mit einem Aufschlag von 2,12 Prozent bei 12.524 Punkten. MDAX und TecDAX rückten um 0,75 und 1,63 Prozent vor. In den drei genannten Indizes gab es 79 Gewinner und 17 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 84 Prozent. Im DAX wechselten 113,4 Millionen Aktien (Vortag: 92,0) im Wert von 4,64 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 5,42) den Besitzer. Alle Sektorenindizes verbuchten Zugewinne. Am deutlichsten aufwärts tendierten Rohstoffwerte, Pharma & HealthCare und Banken. Wirecard haussierte an der DAX-Spitze in einer technischen Gegenreaktion auf den jüngsten Kurssturz um 18,82 Prozent. Bayer sprang um 5,75 Prozent nach oben. Hier fungierte die von einem Medienbericht angefeuerte Spekulation auf eine unmittelbar bevorstehende Einigung mit den Glyphosat-Klägern in den USA als Kurstreiber. MTU, Vonovia und E.ON stellten mit Abschlägen zwischen 0,39 und 1,03 Prozent ohne Nachrichten die einzigen DAX-Verlierer.

An der Wall Street stieg der Dow Jones Industrial um 0,50 Prozent auf 26.156 Punkte. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 notierte 0,78 Prozent fester bei 10.210 Zählern und markierte damit ein neues Allzeithoch. 56 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im positiven Terrain. Das Aufwärtsvolumen betrug 53 Prozent. 63 neuen 52-Wochen-Hochs standen drei neue Tiefs gegenüber. Bei der Sektorenperformance hatten zyklische Konsumwerte sowie Technologietitel die Nase vorne. Schwach tendierten hingegen Versorger, Immobilienwerte und nicht-zyklische Konsumwerte.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels 0,23 Prozent tiefer bei 96,67 Punkten. Der Euro wurde durch die positiven Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone beflügelt und konnte gegenüber allen anderen Hauptwährungen aufwerten. EUR/USD stieg den zweiten Tag in Folge um 0,45 Prozent auf 1,1311 USD. Ebenfalls gesucht war das Pfund Sterling. Sehr schwach tendierte derweil der unter fallenden Ölpreisen leidende Kanada-Dollar.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise gab um 0,26 Prozent auf 329,77 Punkte nach. Brent-Öl verbilligte sich um 1,51 Prozent auf 42,43 USD. Händler verwiesen zur Begründung auf die Sorge vor steigenden Lagerbeständen. Der Preis für US-Erdgas sackte um 2,82 Prozent auf 1,69 USD ab. Comex-Kupfer notierte kaum verändert bei 2,66 USD. Gold zur Lieferung im August kletterte um 1,01 Prozent auf 1.784 USD. Der Spotpreis markierte ein neues 8-Jahres-Hoch bei 1.771 USD. In Euro handelte das Edelmetall bei 1.567 EUR. Silber legte um 1,08 Prozent auf 18,10 USD zu.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,44 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete zwei Basispunkte höher bei minus 0,41 Prozent. Der Euro-Bund-Future gab um 0,20 Prozent auf 175,59 Punkte nach. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes legte um einen Basispunkt auf 0,72 Prozent zu.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,16 Prozent auf 161,41 Punkte.

Heute richtet sich der Fokus auf den ifo-Geschäftsklimaindex für den Juni. Experten erwarten für diesen wichtigsten konjunkturellen Frühindikator im Schnitt einen Anstieg von zuvor 79,5 auf 84,3 Punkte. Unternehmensseitig finden einige Online-Hauptversammlungen in der zweiten und dritten Börsenreihe statt, unter anderem bei Bilfinger, Rational und Sixt SE.

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