Marktüberblick

Marktüberblick: Gold im Rallymodus

Der deutsche Aktienmarkt konnte am Donnerstag seine Rally angetrieben von der Aussicht auf die sich abzeichnende geldpolitische Wende der Notenbanken fortsetzen. Die Notierungen kamen jedoch von den Tageshochs deutlich zurück. Der DAX schloss 0,38 Prozent fester bei 12.355 Punkten. MDAX und TecDAX verzeichneten Aufschläge von 0,42 und 0,74 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 58 Gewinner und 42 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte jedoch mit 59 Prozent. Im DAX wechselten 95,2 Millionen Aktien (Vortag: 104,2) im Wert von 3,42 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,32) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Technologie, Einzelhandel und Rohstoffe. Am schwächsten tendierten Banken, Immobilienwerte und Telekommunikationstitel. Infineon belegte mit einem Plus von 3,64 Prozent ohne Nachrichten die DAX-Spitze. SAP verbesserte sich dahinter um 1,48 Prozent. Hier stützten positiv aufgenommene Geschäftszahlen des Wettbewerbers Oracle. Deutsche Bank und Vonovia handelten mit Verlusten von 2,59 beziehungsweise 2,20 Prozent am anderen Ende des Performancetableaus. Delivery Hero haussierte im MDAX um 9,71 Prozent. Das Papier profitierte von einer Anhebung der Umsatzprognose für 2019.

An der Wall Street endete der Dow Jones Industrial 0,94 Prozent fester bei 26.753 Punkten. Der Nasdaq 100 rückte um 0,91 Prozent auf 7.738 Zähler vor. Die Marktbreite gestaltete sich positiv. 70 Prozent der Werte an der NYSE verbuchen Kursgewinne. Das Aufwärtsvolumen betrug 77 Prozent. Es gab 323 neue 52-Wochen-Hochs und 27 neue Tiefs. Alle Sektorenindizes schlossen im grünen Bereich. Am stärksten gesucht waren Energiewerte und Industrietitel.

Am Devisenmarkt blieb der US-Dollar den zweiten Tag in Folge unter starkem Abgabedruck und litt damit weiter unter der taubenhaften US-Notenbank. Der Dollar-Index fiel bis zum Ende des US-Handels um 0,54 Prozent auf 96,66 Punkte. EUR/USD stieg um 0,56 Prozent auf 1,1288 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen ragte der Franken durch Stärke und das Pfund Sterling durch Schwäche heraus.

Der S&P GSCI Rohstoffindex sprang um 2,86 Prozent nach oben auf 420,16 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich angetrieben von der Sorge vor einem militärischen Konflikt zwischen dem Iran und den USA um 4,25 Prozent auf 64,45 USD. Der Preis für US-Erdgas stieg nach den Lagerbestandsdaten um 1,15 Prozent auf 2,19 USD. Comex-Kupfer handelte nahezu unverändert bei 2,71 USD. Gold haussierte mit der Aussicht auf eine lockere Geldpolitik und gestützt vom schwachen Dollar auf ein 6-Jahres-Hoch bei 1.393 USD (1.230 EUR) und überwand damit eine wichtige technische Widerstandszone.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,34 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete drei Basispunkte tiefer bei minus 0,32 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss nach einem impulslosen Handel 0,03 Prozent höher bei 172,59 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um zwei Basispunkte auf 2,02 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh bei nur geringen Ausschlägen uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index notierte 0,37 Prozent tiefer bei 159,55 Punkten.

Heute stehen die Markit-Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone im Zentrum des Interesses.

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