Marktüberblick

Marktüberblick: Gold im Erholungsmodus

Am deutschen Aktienmarkt orientierten sich die Kurse zur Wochenmitte südwärts. Händler verwiesen auf den haussierenden Euro als Belastungsfaktor. Der DAX schloss 0,51 Prozent tiefer bei 13.313 Punkten. MDAX und TecDAX verzeichneten Abschläge von 0,37 und 0,69 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 28 Gewinner und 70 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 64 Prozent. Im DAX wechselten 63,8 Millionen Aktien (Vortag: 66,7) im Wert von 3,03 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,60) den Besitzer. Mit Blick auf die DAX-Sektorenperformance waren vor allem Versorger (+1,28%), Banken (+0,26%) und Industriewerte (+0,23%) gesucht. Besonders schwach tendierten hingegen Einzelhandelswerte (-1,37%), Konsum (-1,36%) und Chemie (-1,28%). RWE gewann an der DAX-Spitze nach einer Kaufempfehlung 1,51 Prozent hinzu. MTU und E.ON notierten 1,28 und 1,24 Prozent fester. Linde bildete mit einem Minus von 2,33 Prozent lediglich aufgrund der Ausschüttung der Dividende das Schlusslicht im Leitindex. Continental und FMC verloren nachrichtenlos 1,98 und 1,89 Prozent.

An der Wall Street kletterte der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke um 0,20 Prozent auf 29.884 Punkte. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 notierte nahezu unverändert bei 12.456 Zählern. 58 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im positiven Terrain. Das Aufwärtsvolumen lag bei 70 Prozent. Es gab 105 neue 52-Wochen-Hochs und fünf neue Tiefs. Stark gesucht waren die Sektoren Energie (+3,25%) und Finanz (+1,10%). Die größten Abgaben waren bei Rohstoffwerten (-1,28%) und Immobilien (-1,06%) zu beobachten. Boeing haussierte nachrichtenlos an der Dow-Spitze um 5,09 Prozent. Salesforce.com sackte nach Geschäftszahlen und der Meldung eines milliardenschweren Zukaufs um 8,52 Prozent ab.

Am Devisenmarkt fiel der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels um 0,08 Prozent auf ein 2-Jahres-Tief bei 91,11 Punkte. EUR/USD legte um 0,27 Prozent auf ein 2-Jahres-Hoch bei 1,2103 USD zu. Das Pfund Sterling wertete angesichts der Unsicherheit über das rechtzeitige Zustandekommen eines Handelsabkommens mit der EU vor dem Brexit gegenüber allen anderen Hauptwährungen ab.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise legte um 0,71 Prozent auf 386,27 Punkte zu. Brent-Öl stieg um 1,58 Prozent auf 48,17 USD. Die US-Sorte WTI verteuerte sich nach den Lagerbestandsdaten um 1,44 Prozent auf 45,19 USD. Der Preis für US-Erdgas sackte um 4,44 Prozent auf 2,75 USD ab. Comex-Kupfer gewann 0,27 Prozent auf 3,49 USD hinzu. Gold setzte seine Erholungsrally vom Mehrmonatstief den zweiten Tag in Folge mit einem Plus von 0,71 Prozent auf 1.827 USD (1.511 EUR) fort und überquerte damit wieder die steigende 200-Tage-Linie. Silber und Platin notierten 0,35 respektive 1,39 Prozent fester.

Am Rentenmarkt stieg die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite um drei Basispunkte auf minus 0,53 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete am Abend unverändert bei minus 0,52 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,01 Prozent beziehungsweise 2 Ticks tiefer bei 174,56 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um drei Basispunkte auf 0,95 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index handelte 0,25 Prozent fester bei 192,01 Punkten.

Heute richtet sich der Blick vor allem auf die Servicesektor-Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone und die USA.

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