Marktüberblick

Marktüberblick: Gold als sicherer Hafen gesucht

Am deutschen Aktienmarkt überwogen zum Wochenschluss nach dem großen Verfall am Terminmarkt die positiven Vorzeichen. Der DAX endete 0,40 Prozent fester bei 12.331 Punkten. Das Wochenplus summierte sich damit auf 3,19 Prozent. Der MDAX der mittelgroßen Werte legte am Berichtstag um 0,17 Prozent auf 26.246 Punkte zu. Für den TecDAX ging es hingegen um 0,18 Prozent abwärts auf 3.007 Zähler. In den drei genannten Indizes gab es 57 Gewinner und 40 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 64 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 228,0 Millionen Aktien (Vortag: 154,8) im Wert von 9,81 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 5,42). Stärkste Sektoren waren Versorger, Software sowie Pharma & HealthCare. Am schwächsten präsentierten sich Rohstoffwerte, Bauwerte und Automobiltitel. Im Fokus der Anleger stand erneut das Drama um die Wirecard-Aktie, die am DAX-Ende belastet vom Bilanz-Skandal um weitere 35,28 Punkte einbrach. Der Zahlungsabwickler meldete einen Tag nach der erneuten Verschiebung des Zahlenwerks für 2019 aufgrund des unklaren Verbleibs von 1,9 Milliarden EUR den Rücktritt von Vorstandschef Markus Braun. Ferner sei man über eine beauftragte Investmentbank in konstruktiven Gesprächen mit mehreren Banken zur Ausarbeitung einer nachhaltigen Finanzierungsstrategie. An der DAX-Spitze konnte SAP um 2,55 Prozent zulegen. Deutsche Börse und Fresenius SE verbesserten sich dahinter um 2,09 und 2,04 Prozent.

An der Wall Street gab der Dow Jones Industrial belastet von der Sorge vor einer zweiten Corona-Welle zur Schlussglocke um 0,80 Prozent auf 25.871 Punkte nach. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 endete hingegen kaum verändert bei 10.009 Zählern. 64 Prozent der Werte an der NYSE mussten Kursverluste hinnehmen. Das Abwärtsvolumen lag bei 71 Prozent. Es gab weder neue 52-Wochen-Hochs noch neue Tiefs. Mit Blick auf die Sektorenperformance wies lediglich der HealthCare-Sektor ein Plus aus. Die deutlichsten Abschläge waren bei Versorgern und Energietiteln zu beobachten.

Am Devisenmarkt profitierte der US-Dollar von seinem Status als sicherer Hafen. Der Dollar-Index kletterte um 0,24 Prozent auf ein 2-Wochen-Hoch bei 97,66 Punkten. EUR/USD fiel um 0,24 Prozent auf ein 2-Wochen-Tief bei 1,1177 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen war der Yen am stärksten gesucht, während das Pfund Sterling und der Austral-Dollar durch Schwäche auffielen.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise konnte um 1,00 Prozent auf 327,64 Punkte zulegen. Brent-Öl verteuerte sich um 1,64 Prozent auf 42,19 USD. Der Preis für US-Erdgas stieg um 1,16 Prozent auf 1,75 USD. Comex-Kupfer notierte 0,67 Prozent fester bei 2,63 USD. Gold handelte gestützt von der erhöhten Risikoaversion 1,27 Prozent höher bei 1.753 USD (1.559 EUR) und markierte damit ein 4-Wochen-Hoch. Silber und Platin verbuchten Aufschläge von 1,94 respektive 1,86 Prozent.

Am Rentenmarkt sank die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf minus 0,43 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte bis zum Abend um drei Basispunkte auf minus 0,42 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss einen Tick tiefer bei 175,66 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um einen Basispunkt auf 0,70 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index notierte zuletzt unverändert bei 159,22 Punkten.

Heute stehen von der Makroseite die Daten zum Verkauf bestehender Häuser in den USA im Fokus. Unternehmensseitig findet bei Stemmer Imaging die Online-Hauptversammlung statt. Mit Handelsbeginn ersetzt Deutsche Wohnen Lufthansa im Leitindex DAX. Daneben dürfte sich das Augenmerk der Anleger weiterhin auf die hochvolatile Wirecard-Aktie richten. Laut der philippinischen Notenbank haben die von Wirecard vermissten 1,9 Milliarden EUR das Bankensystem des Landes nie erreicht, was die These betrügerischer Handlungen stützt.

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