Marktüberblick

Marktüberblick: FMC unter Druck

Der deutsche Aktienmarkt orientierte sich zur Wochenmitte abwärts. Der DAX schloss 0,72 Prozent tiefer bei 12.341 Punkten. MDAX und TecDAX fielen um 0,49 respektive 0,60 Prozent. In den genannten drei Indizes gab es 21 Gewinner und 78 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 85 Prozent. Im DAX wechselten 75,1 Millionen Aktien (Vortag: 75,1) im Wert von 2,94 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 2,94) den Besitzer. Gesucht waren defensive Werte, während zyklische Titel unter Druck standen. Stärkste Sektoren waren Versorger (+0,18%), Immobilien (+0,16%) und Konsum (+0,16%). Am schwächsten tendierten Rohstoffwerte (-2,38%), Banken (-2,09%) und Automobilwerte (-1,36%). Vonovia belegte die DAX-Spitze mit plus 0,82 Prozent. RWE und Beiersdorf rückten dahinter um 0,63 und 0,56 Prozent vor. Fresenius Medical Care (FMC) hielt die rote Laterne mit einem Abschlag von 3,51 Prozent. Die Aktie rutschte damit unter die fallenden gleitenden Durchschnittslinien der vergangenen 200 und 50 Tage. Belastend wirkte der Einstieg von CVS Health in das Heimdialyse-Geschäft in den USA.

An der Wall Street endete der Dow Jones Industrial 0,42 Prozent schwächer bei 27.220 Punkten. Der Nasdaq 100 verlor 0,48 Prozent auf 7.889 Zähler. 60 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Abgaben. Das Abwärtsvolumen lag bei 68 Prozent. Es gab 172 neue 52-Wochen-Hochs und 62 neue Tiefs. Alle Sektorenindizes außer Versorger und Healthcare notierten im negativen Terrain. Am schwächsten präsentierten sich Industriewerte und Energietitel.

Am Devisenmarkt stand der US-Dollar unter Druck. Als Belastungsfaktor wirkten vor allem fallende Anleiherenditen. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,15 Prozent tiefer bei 97,21 Punkten. EUR/USD kletterte um 0,12 Prozent auf 1,1223 USD. Bei den anderen Hauptwährungen konnte der Kanada-Dollar am stärksten zulegen, während der Austral-Dollar am deutlichsten verlor.

Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,74 Prozent tiefer bei 419,88 Punkten. Brent-Öl fiel um 1,60 Prozent auf 63,32 USD. Die US-Sorte WTI verbilligte sich nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten um 2,26 Prozent auf 56,32 USD. Laut EIA. Gold stieg um 1,13 Prozent auf 1.427 USD (1.270 EUR). Silber setzte seine Rally mit einem Plus von 2,05 Prozent auf ein 5-Monats-Hoch bei 16,00 USD fort.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,33 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete einen Basispunkt höher bei minus 0,29 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,37 Prozent fester bei 173,08 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sackte um sieben Basispunkte auf 2,06 Prozent ab. Belastend wirkten enttäuschende US-Immobiliendaten sowie die schwache Wall Street.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh auf breiter Front schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,72 Prozent auf 159,21 Punkte. Besonders deutliche Abgaben verbuchte der Nikkei 225 nach enttäuschenden japanischen Exportdaten.

Heute richtet sich der Fokus von der Makroseite auf den Philadelphia-Fed-Index. Geschäftszahlen stehen an unter anderem bei SAP, Novartis und Microsoft. Bereits gestern nach US-Börsenschluss legten Ebay (nachbörslich: +6,0%), IBM (-1,3%) und Netflix (-12,0%) ihre Quartalszahlen vor. Daneben steht Heidelberger Druck mit einer gestern Abend veröffentlichten Prognosesenkung nach schwachen Quartalszahlen im Blick.

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