Marktüberblick

Marktüberblick: FMC-Aktie unter Druck

Der deutsche Aktienmarkt setzte am Dienstag seine Schwäche fort. Für schlechte Stimmung sorgte vor allem eine Gewinnwarnung von BASF. Der DAX schloss 0,85 Prozent tiefer bei 12.437 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 0,24 und 0,69 Prozent. In den drei Indizes gab es 30 Kursgewinner und 66 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte klar mit 82 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 105,8 Millionen Aktien (Vortag: 91,1) im Wert von 4,07 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,09). Stärkste Sektoren waren Immobilien (+0,62%), Telekommunikation (+0,16%) und Versorger (+0,06%). Am deutlichsten verloren Rohstoffwerte (-5,00%), Banken (-2,62%) und Technologietitel (-2,43%). Die Vonovia-Aktie setzte sich nachrichtenlos mit einem Plus von 0,98 Prozent an die DAX-Spitze. Auf den Plätzen zwei und drei folgten adidas und E.ON mit Aufschlägen von 0,60 und 0,38 Prozent. Das Schlusslicht im Leitindex bildete die Aktie von Fresenius Medical Care mit einem Minus von 5,44 Prozent. Kursbelastend wirkten Sorgen, dass geplante Kostensenkungsmaßnahmen seitens der US-Regierung für den Dialysebereich die Unternehmensgewinne in diesem wichtigen Markt schmälern könnten. Deutsche Bank und ThyssenKrupp büßten 4,16 und 4,05 Prozent ein. Für die BASF-Aktie ging es nach zwischenzeitlich deutlich größeren Verlusten am Ende um 3,32 Prozent abwärts.

An der Wall Street notierte der Dow zur Schlussglocke 0,08 Prozent schwächer bei 26.783 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es hingegen um 0,52 Prozent aufwärts auf 7.827 Zähler. An der NYSE schlossen 50 Prozent der Werte im Plus und 46 Prozent im Minus. Das Aufwärtsvolumen lag bei 52 Prozent. 132 neuen 52-Wochen-Hochs standen 42 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Kommunikationsdienstleister und Immobilien. Kräftige Abschläge sahen Rohstoffwerte und Hersteller nicht-zyklischer Konsumgüter (Consumer Staples).

Am Devisenmarkt blieb der US-Dollar weiterhin gesucht. Die Kursausschläge hielten sich im Vorfeld der heute anstehenden Anhörung von Fed-Chairman Powell im Repräsentantenhaus jedoch in engen Grenzen. Der Dollar-Index kletterte bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,14 Prozent auf 97,51 Punkte. EUR/USD notierte 0,07 Prozent schwächer bei 1,1206 USD. Der Austral-Dollar sowie das Pfund Sterling fielen durch Kursschwäche auf.

Der S&P GSCI Rohstoffindex stieg um 0,19 Prozent auf 422,34 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 0,78 Prozent auf 64,61 USD. Die US-Sorte WTI kletterte um 1,32 Prozent auf 58,42 USD. Laut Daten des privaten American Petroleum Institute (API) waren die Rohöllagerbestände in den USA auf Wochensicht um 8,1 Millionen Barrel und damit wesentlich deutlicher als von Experten erwartet zurückgegangen. Comex-Kupfer fiel um 1,17 Prozent auf 2,63 USD. Gold handelte nahezu unverändert bei 1.400 USD (1.247 EUR). Silber stieg um 0,56 Prozent auf 15,14 USD, Platin und Palladium fielen um 0,68 respektive 1,07 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,36 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte um zwei Basispunkte auf minus 0,35 Prozent zu. Der Euro-Bund-Future gab um 0,08 Prozent auf 173,16 Punkte nach. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes legte um zwei Basispunkte auf 2,07 Prozent zu.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend fester. Der MSCI Asia Pacific Index notierte 0,04 Prozent höher bei 158,91 Punkten. Von den wie erwartet ausgefallenen Daten zur Verbraucherpreisinflation in China (+2,7% im Juni im Jahresvergleich) gingen keine Impulse aus.

Heute richtet sich der Blick der Anleger vor allem auf die Anhörung von Fed-Chairman Jerome Powell vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses im Rahmen des halbjährlichen Berichts zur Geldpolitik. Unternehmensseitig steht Cropenergies mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen im Fokus. Die Bayer-Aktie könnte Impulse von der gestern nach Xetra-Schluss bekannt gegebenen Prüfung einer Fusion der Tiermedizinsparte mit dem US-Wettbewerber Elanco Animal Health erhalten.

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