Marktüberblick

Marktüberblick: EUR/USD überwindet 200-Tage-Linie

Der deutsche Aktienmarkt verabschiedete sich überwiegend mit roten Vorzeichen ins Wochenende. Der DAX schloss 0,12 Prozent tiefer bei 12.340 Punkten. MDAX und TecDAX büßten 0,43 und 0,50 Prozent ein. In den drei Indizes gab es 37 Gewinner und 61 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 62 Prozent. Aufgrund des großen Verfalls an der Eurex waren die Volumina deutlich erhöht. Im DAX wechselten 210,7 Millionen Aktien (Vortag: 95,2) im Wert von 8,95 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,35) den Besitzer. Mit Blick auf die Sektorenperformance waren Rohstoffwerte (+0,84%), Versicherungen (+0,51%) und Versorger (+0,39%) am stärksten gesucht. Auffällige Schwäche zeigten Pharma & Healthcare (-1,23%), Bau (-0,64%) und Technologie (-0,62%). Die Aktie der Deutschen Börse belegte mit einem Aufschlag von 1,11 Prozent den Spitzenplatz im DAX . Munich Re und Deutsche Bank konnten dahinter um 0,80 und 0,68 Prozent zulegen. Merck, Vonovia und Bayer verloren am anderen Ende des Indextableaus zwischen 1,20 und 2,25 Prozent.

An der Wall Street schloss der Dow belastet von der Iran-Krise 0,12 Prozent tiefer bei 26.719 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 endete 0,11 Prozent schwächer bei 7.729 Zählern. 61 Prozent der Werte an der NYSE wiesen zur Schlussglocke negative Vorzeichen auf. Das Abwärtsvolumen lag bei 62 Prozent. Es gab 132 neue 52-Wochen-Hochs und 53 neue Tiefs. Energiewerte waren aufgrund stark steigender Ölpreise am stärksten gesucht, gefolgt von Healthcare-Aktien und den Papieren der Kommunikationsdienstleister.

Am Devisenmarkt stand der US-Dollar den dritten Tag in Folge unter kräftigem Abgabedruck. Belastend wirkte weiterhin die Erwartung einer lockeren Geldpolitik seitens der US-Notenbank Fed. Der Dollar-Index verlor 0,54 Prozent auf 96,09 Punkte. Der Euro wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. EUR/USD stieg um 0,68 Prozent auf 1,1368 USD und überwand dabei die im Mai vergangenen Jahres unterschrittene 200-Tage-Linie.

Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,24 Prozent fester bei 421,15 Punkten. Brent-Öl verteuerte sich um 1,16 Prozent auf ein Monatshoch bei 65,20 USD. Gold kletterte um 0,23 Prozent auf 1.400 USD und markierte dabei ein 6-Jahres-Hoch. Silber gab hingegen um 1,30 Prozent auf 15,29 USD nach.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,34 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte um vier Basispunkte auf minus 0,28 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,30 Prozent tiefer bei 172,08 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes stieg um sechs Basispunkte auf 2,07 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte boten heute früh ein uneinheitliches Bild. Die Ausschläge bei den Indizes hielten sich dabei in engen Grenzen. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,30 Prozent auf 159,72 Punkte.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf den ifo-Geschäftsklimaindex für den Juni. Unternehmensseitig hatte Daimler am Wochenende eine Gewinnwarnung veröffentlicht, die heute auf der Aktie des Autobauers lasten dürfte. Metro steht aufgrund eines am Freitagabend veröffentlichten Übernahmeangebots von osteuropäischen Investoren ebenfalls im Anlegerfokus. Diese bieten für die Stämme 16,00 EUR und für die Vorzüge 13,80 EUR.

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CU2XLS Long EUR/USD Faktor: 10
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