Marktüberblick

Marktüberblick: Euro attackiert Widerstand

Am deutschen Aktienmarkt zeigten die Standardwerte zum Wochenstart eine Konsolidierung des jüngsten Kursaufschwungs, während Technologiewerte und die Werte der zweiten und dritten Reihe weiter gesucht blieben. Veröffentlichte Konjunkturdaten kamen überwiegend schwach herein. So sank der Auftragseingang der deutschen Industrie im November um 1,0 Prozent gegenüber dem Vormonat. Auch der sentix-Konjunkturindex und der ISM-Index für den Servicesektor in den USA enttäuschten. Vor diesem Hintergrund schloss der DAX 0,18 Prozent tiefer bei 10.748 Punkten. MDAX und TecDAX sahen hingegen Zugewinne von 0,61 und 1,69 Prozent. In den drei Indizes gab es insgesamt 67 Kursgewinner und 34 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 68 Prozent. Im DAX wurden 73,4 Millionen Aktien (Vortag: 98,3) im Wert von 2,81 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,09) umgesetzt. Mit Blick auf die Sektorenperformance lagen Technologiewerte (+3,65%) vorne vor Einzelhandel (+3,00%) und Medien (+1,53%). Die deutlichsten Abgaben waren bei Versicherungen (-0,96%) zu beobachten. Hier belastete eine Sektorabstufung seitens der Deutschen Bank. Konsumwerte (-0,81%) und Industrietitel (-0,71%) präsentierten sich ebenfalls schwach. Infineon belegte mit einem Anstieg um 3,61 Prozent die DAX-Spitze. Wirecard legte um 2,40 Prozent zu. Beflügelnd wirkte hier die Meldung einer Zusammenarbeit mit dem größten Online-Reiseveranstalter in China. Bayer hielt mit einem Minus von 1,58 Prozent nach Gewinnmitnahmen die rote Laterne.

An der Wall Street schloss der Dow 0,41 Prozent fester bei 23.531 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 verbesserte sich um 1,02 Prozent auf 6.488 Zähler. 77 Prozent der Werte an der NYSE konnten Kursgewinne verzeichnen. Das Aufwärtsvolumen lag bei 80 Prozent. Es gab acht neue 52-Wochen-Hochs und elf neue Tiefs. Stärkste Sektoren waren Consumer Discretionary und Energie. Einzige Sektor-Verlierer waren Versorger und Consumer Staples.

Am Devisenmarkt verbuchte der US-Dollar gegenüber fast allen anderen wichtigen Währungen Abschläge. Hier wirkten die jüngsten taubenhaften Kommentare von Fed-Chairman Powell nach. Der Dollar-Index verlor zum Ende des New Yorker Handels 0,52 Prozent auf 95,69 Punkte. Der Euro war stark gesucht. EUR/USD stieg um 0,70 Prozent auf 1,1475 USD. Das Währungspaar attackiert damit zum wiederholten Mal innerhalb weniger Tage die als Widerstand fungierende 100-Tage-Linie. Oberhalb von 1,1500 USD könnte der Kurs die Region 1,1600/1,1650 USD ansteuern.

Der S&P GSCI Rohstoffindex legte gestützt vom schwachen Greenback um 0,62 Prozent auf 389,19 Punkte zu. Brent-Öl stieg um 0,82 Prozent auf 57,53 USD. Der Preis für US-Erdgas sackte um 3,15 Prozent auf 2,95 USD ab. Comex-Kupfer verbilligte sich um 0,47 Prozent auf 2,64 USD. Gold notierte 0,30 Prozent fester bei 1.290 USD (1.123 EUR). Für Silber ging es um 0,54 Prozent nach unten auf 15,70 USD.

Am Rentenmarkt notierte die Umlaufrendite einen Basispunkt fester bei 0,09 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte ebenfalls einen Basispunkt zu auf 0,22 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,16 Prozent tiefer bei 163,78 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes zog um drei Basispunkte auf 2,70 Prozent an.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index pendelte eng um den Vortagesschluss bei zuletzt 148,27 Punkten.

Heute stehen die Daten zur deutschen Industrieproduktion sowie zur Handelsbilanz in den USA im Fokus.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CD910D Long EUR/USD Faktor: 10
CD910E Short EUR/USD Faktor -10

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