Marktüberblick

Marktüberblick: E.ON nach Zahlen gesucht

Der deutsche Aktienmarkt stand zum Wochenstart unter kräftigem Abgabedruck. Für schlechte Stimmung sorgte die Eskalation des Handelsstreites zwischen den USA und China. Nachdem die USA bereits am Freitag ihre Strafzölle auf chinesische Waren weiter ausgedehnt hatten, reagierte China mit den bereits angekündigten Gegenmaßnahmen. Der DAX schloss vor diesem Hintergrund 1,51 Prozent tiefer bei 11.877 Punkten. MDAX und TecDAX büßten 1,77 und 2,53 Prozent ein. In den drei Indizes gab es zwölf Gewinner und 88 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 88 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 110,6 Millionen Aktien (Vortag: 142,1) im Wert von 4,45 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,20). Mit Blick auf die Sektorenindizes konnten lediglich die als defensiv geltenden Immobilienwerte (+0,50%) und Versorger (+0,08%) Zugewinne verbuchen. Die größten Verluste auf der Sektorenebene waren bei den konjunktursensiblen Technologiewerten (-4,78%), Rohstoffwerten (-3,40%) und Automobilwerten (-2,57%) zu beobachten. Als Spitzenreiter im DAX legte die Aktie von Vonovia um 1,70 Prozent zu. Beiersdorf verbesserte sich um 0,75 Prozent. E.ON stieg als einziger weiterer DAX-Gewinner nach der Präsentation besser als erwarteter Geschäftszahlen um 0,42 Prozent. ThyssenKrupp rutschte am Indexende nach der Kursexplosion vom Freitag um 8,68 Prozent ab. Infineon und Continental verzeichneten Kursverluste von 4,65 und 4,38 Prozent.

An der Wall Street büßte der Dow Jones Industrial 2,37 Prozent ein und schloss bei 25.325 Punkten. Er verletzte damit die im Februar überwundene 200-Tage-Linie. Der technologielastige Nasdaq 100 endete 3,45 Prozent tiefer bei 7.324 Zählern. 82 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Kursverluste. Das Abwärtsvolumen betrug 91 Prozent. 64 neuen 52-Wochen-Hochs standen 123 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektorenindizes bis auf Versorger und Immobilien endeten im negativen Terrain. Am stärksten verloren Technologiewerte und Kommunikationsdienstleister.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des US-Handels unverändert bei 97,33 Punkten. EUR/USD gab um 0,05 Prozent auf 1,1227 USD nach. Stark gesucht waren die klassischen sicheren Häfen Yen und Franken. Unter Abgabedruck standen derweil die Rohstoffdevisen Austral-Dollar und Kanada-Dollar.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise verlor 0,66 Prozent auf 431,46 Punkte. Brent-Öl büßte 0,98 Prozent auf 69,93 USD ein. Comex-Kupfer verbilligte sich um 1,99 Prozent auf 2,73 USD. Gold legte aufgrund der gestiegenen Risikoaversion um 1,12 Prozent auf 1.302 USD (1.158 EUR) zu. Silber, Platin und Palladium notierten hingegen zwischen 0,09 und 2,51 Prozent tiefer.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,12 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um zwei Basispunkte auf minus 0,07 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,30 Prozent höher bei 166,56 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sackte um sieben Basispunkte auf 2,40 Prozent ab.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh auf breiter Front schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 1,05 Prozent auf 154,12 Punkte.

Heute stehen von der Makroseite vor allem der ZEW-Konjunkturindex sowie die Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone im Fokus. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von ThyssenKrupp, Allianz und Merck KGaA. Bei Volkswagen und E.ON finden die Hauptversammlungen statt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ236P Long E.ON SE Faktor: 5
CJ8G0W Short E.ON SE Faktor: -5

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