Marktüberblick

Marktüberblick: Dialog Semiconductor gesucht

Rote Vorzeichen dominierten zur Wochenmitte das Bild am deutschen Aktienmarkt. Belastet wurde die Stimmung der Anleger von der Sorge vor weiteren Corona-Wellen. Daneben rückte erneut das Thema Importzölle in den USA für europäische Güter in den Blick. Der DAX verlor 3,43 Prozent auf 12.094 Punkte. MDAX und TecDAX verbuchten Verluste von 2,46 und 2,41 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es sieben Gewinner und 91 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 99 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 102,8 Millionen Aktien (Vortag: 113,4) im Wert von 3,98 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 5,29). Alle DAX-Sektorenindizes endeten mit deutlichen Verlusten. Am kräftigsten fielen diese bei Banken und Automobilwerten aus. Kein einziger DAX-Wert schaffte den Sprung in den grünen Bereich. Die Wirecard-Aktie hielt mit einem Minus von 28,30 Prozent die rote Laterne im Leitindex. Daimler und Continental verloren 6,04 und 5,22 Prozent. Abseits der großen Indizes profitierte Dialog Semiconductor von einer Anhebung der Prognose wegen robuster Nachfrage. Die Aktie des Halbleiterunternehmens sprang um 6,39 Prozent auf ein 5-Monats-Hoch.

An der Wall Street fiel der Dow Jones Industrial um 2,71 Prozent auf 25.446 Punkte. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 gab um 2,02 Prozent auf 10.003 Zähler nach und rutschte damit nach dem Rekordhoch des Vortages wieder in die jüngste Handelsspanne zurück. Die Marktbreite und das Handelsvolumen gestalteten sich bearish. 87 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Kursverluste. Das Abwärtsvolumen lag bei 91 Prozent. Es gab 15 neue 52-Wochen-Hochs und zwölf neue Tiefs. Alle Sektorenindizes wiesen deutliche Abgaben auf. Am schwächsten präsentierten sich Energiewerte und Industrietitel.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar als sicherer Hafen gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,59 Prozent fester bei 97,20 Punkten. EUR/USD fiel um 0,49 Prozent auf 1,1252 USD. Mit Blick auf die anderen wichtigen Währungen war der Franken stark gesucht, während der Austral-Dollar auffällige Schwäche zeigte.

Der S&P GSCI Rohstoffindex fiel um 3,26 Prozent auf 319,02 Punkte. Brent-Öl sackte mit gestiegenen Konjunktursorgen um 5,28 Prozent auf 40,38 USD ab. Comex-Kupfer notierte 0,54 Prozent schwächer bei 2,65 USD. Gold handelte mit einem Abschlag von 0,39 Prozent bei 1.775 USD (1.568 EUR). Silber, Platin und Palladium verzeichneten Kursrückgänge zwischen 2,59 und 5,48 Prozent.

Am Rentenmarkt kletterte die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,43 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel bis zum Abend um drei Basispunkte auf minus 0,44 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,29 Prozent höher bei 176,10 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um drei Basispunkte auf 0,69 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh auf breiter Front schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 1,03 Prozent auf 158,85 Punkte. Die Börsen in Hongkong und China blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Heute stehen von der Makroseite die US-Daten zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter sowie zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe im Fokus. Unternehmensseitig findet die virtuelle außerordentliche Hauptversammlung bei der Lufthansa statt, in der über das staatliche Rettungspaket abgestimmt wird. Die Aktie der Kranich-Airline war gestern im nachbörslichen Handel bereits stark gesucht (+26%), nachdem sich abzeichnete, dass der Großaktionär Thiele für das Paket stimmen wird. Bayer (nachbörslich +7%) steht heute nach der gestern Abend erfolgten Meldung eines außergerichtlichen Vergleichs mit den Glyphosat-Klägeranwälten in den USA ebenfalls im Blick der Anleger.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
SB0CDXLongDialog SemiconductorFaktor: 4
SR8WCLShortDialog SemiconductorFaktor: -4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
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