Marktüberblick

Marktüberblick: Deutsche Telekom unter Druck

Am deutschen Aktienmarkt dominierten am Dienstag nach der kräftigen Vortagesrally erneut die positiven Vorzeichen. Der Schwung ließ jedoch trotz eines wesentlich stärker als erwarteten Anstiegs im ZEW-Index und der Präsentation eines Plans für einen Wiederaufbau-Fonds durch Angela Merkel und Emmanuel Macron deutlich nach. Der DAX schloss 0,14 Prozent höher bei 11.075 Punkten. MDAX und TecDAX stiegen um 0,45 und 0,46 Prozent. In den drei Indizes gab es 56 Gewinner und 40 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 60 Prozent. Im DAX wechselten 125,5 Millionen Aktien (Vortag: 119,0) im Wert von 4,74 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,05) den Besitzer. Mit Blick auf die Sektorenperformance waren Medienwerte, Rohstoffwerte und Technologietitel am stärksten gesucht. Am schwächsten tendierten die Sektorenindizes für Telekommunikation, Bau und Chemie. An der DAX-Spitze zog die Aktie von Infineon mit einer positiven Branchenstimmung um 2,61 Prozent an. Allianz und MTU rückten dahinter um 2,09 und 1,63 Prozent vor. Beiersdorf notierte am anderen Indexende 2,48 Prozent schwächer. Deutsche Telekom fiel um 2,18 Prozent. Hier belastete die Meldung, dass die japanische Softbank nach einem Käufer für ihre Anteile an der Telekom-Tochter T-Mobile US sucht. Wirecard gab um 1,95 Prozent nach. Der Hedgefonds TCI hatte bei der Staatsanwaltschaft München Strafanzeige gegen Verantwortliche des Zahlungsabwicklers gestellt und verwies zur Begründung auf Auffälligkeiten im KPMG-Sonderbericht.

An der Wall Street wurde die Stimmung von Zweifeln am Coronavirus-Impfstoffkandidaten des Biotechkonzerns Moderna belastet. Der Dow Jones Industrial notierte zur Schlussglocke 1,58 Prozent tiefer bei 24.207 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 verlor 0,35 Prozent auf 9.299 Zähler. 60 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Minus. Das Abwärtsvolumen lag bei 73 Prozent. 28 neuen 52-Wochen-Hochs standen neun Tiefs gegenüber. Alle Sektorenindizes mussten Abschläge hinnehmen. Am schwächsten tendierten Energiewerte und Finanztitel.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber fast allen anderen Hauptwährungen ab. Der Dollar-Index fiel den zweiten Tag in Folge um diesmal 0,25 Prozent auf 99,37 Punkte. EUR/USD stieg um 0,27 Prozent auf 1,0942 USD. Stark gesucht waren das Pfund Sterling sowie der Austral-Dollar. Am schwächsten unter den Majors präsentierte sich der als sicherer Hafen geltende Yen.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise notierte 0,04 Prozent fester bei 296,48 Punkten. Brent-Öl handelte 0,03 Prozent schwächer bei 34,80 USD. Der Preis für US-Erdgas kletterte um 1,48 Prozent auf 1,99 USD. Comex-Kupfer stieg um 0,54 Prozent auf 2,42 USD. Gold rückte um 0,91 Prozent auf 1.750 USD (1.597 EUR) vor. Silber, Platin und Palladium verteuerten sich zwischen 2,53 und 3,04 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite um acht Basispunkte auf minus 0,46 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen notierte am Abend nach zwischenzeitlicher Markierung eines 3-Wochen-Hochs unverändert bei minus 0,47 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,05 Prozent fester bei 172,88 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um drei Basispunkte auf 0,70 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,31 Prozent auf 148,56 Punkte. Auffällige Stärke war an der Börse in Tokio zu beobachten. Die chinesische Zentralbank PBoC ließ wie allgemein erwartet ihre Geldpolitik unverändert.

Heute richtet sich der Fokus auf das Protokoll der letzten Fed-Sitzung. Geschäftszahlen gibt es unter anderem von CTS Eventim.

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