Marktüberblick

Marktüberblick: Deutsche Telekom gesucht

Am deutschen Aktienmarkt dominierte zur Wochenmitte Kauflaune. Treibend für den Kursaufschwung waren ein sich deutlich abschwächender Euro sowie die anhaltende Rekordrally an der Wall Street. Der DAX schloss 2,07 Prozent fester bei 13.243 Punkten. MDAX und TecDAX kletterten um 1,35 beziehungsweise 1,87 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 82 Gewinner und 14 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 78 Prozent. Im DAX wechselten 80,8 Millionen Aktien (Vortag: 63,1) im Wert von 3,61 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 2,65) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Telekommunikation, Konsum und Chemie. Abgabedruck war in den Sektoren Bau und Banken zu beobachten. Deutsche Telekom haussierte an der DAX-Spitze bei sehr hohem Handelsvolumen um 5,22 Prozent auf ein 2-Wochen-Hoch bei 15,39 EUR. Die Aktie profitierte von einer positiven Analysteneinschätzung von JPMorgan. Dahinter sprang die adidas-Aktie um 4,50 Prozent nach oben, nachdem der Aufstieg des Papiers in den Stoxx-50-Index gemeldet wurde. MTU, Covestro und Continental verbesserten sich nachrichtenlos zwischen 3,07 und 3,78 Prozent. Linde rückte trotz des Abschlags der Quartalsdividende um 2,99 Prozent vor. Einziger DAX-Wert im Minus war Deutsche Bank mit einem Abschlag von 0,80 Prozent.

An der Wall Street stieg der Dow um 1,58 Prozent auf 29.101 Punkte. Für den von Technologiewerten geprägten Nasdaq 100 ging es um 1,03 Prozent auf ein neues Rekordhoch bei 12.421 Punkten nach oben. 63 Prozent der Werte an der NYSE konnten zulegen. Das Aufwärtsvolumen lag bei 70 Prozent. 164 neuen 52-Wochen-Hochs standen zwölf neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Versorger und Rohstoffe. Lediglich der Energiesektor verbuchte ein Minus.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels 0,47 Prozent fester bei 92,67 Punkten. Der Euro wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen ab. EUR/USD fiel um 0,51 Prozent auf 1,1850 USD. Die Gemeinschaftswährung litt unter Gewinnmitnahmen nach dem Erreichen eines 2-Jahres-Hochs gegenüber dem Greenback bei 1,2011 USD am Vortag. Ausgelöst wurden diese von Aussagen des EZB-Chefvolkswirts Philip Lane. Dieser hatte angemerkt, dass der Wechselkurs des Euro für die Geldpolitik relevant sei. Stark gesucht war der Kanada-Dollar, während der Austral-Dollar deutlich unter Druck stand.

Der S&P GSCI Rohstoffindex gab um 1,68 Prozent auf 353,72 Punkte nach. Brent-Öl verbilligte sich um 2,50 Prozent. Die US-Sorte WTI büßte nach den Lagerbestandsdaten 2,64 Prozent ein und notierte bei 41,63 USD. Dabei fiel der Rückgang der Rohölbestände laut EIA mit 9,4 Millionen Barrel deutlich stärker aus, als von Experten im Schnitt erwartet (1,9 Mio.). Comex-Kupfer handelte kaum verändert bei 3,03 USD. Die Edelmetallpreise standen unter Druck. Gold verlor 1,50 Prozent auf 1.949 USD (1.640 EUR). Silber, Platin und Palladium sackten zwischen 1,73 und 4,37 Prozent ab.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um sieben Basispunkte auf minus 0,47 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um vier Basispunkte auf ebenfalls minus 0,47 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,35 Prozent fester bei 176,72 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes notierte zwei Basispunkte tiefer bei 0,66 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh freundlich, kamen jedoch im Verlauf von den Tageshochs zurück. Der MSCI Asia Pacific Index stieg zuletzt um 0,15 Prozent auf 174,43 Punkte.

Heute stehen von der Makroseite die Servicesektor-Einkaufsmanagerindizes in der Eurozone und den USA im Fokus. Unternehmensseitig richtet sich der Blick auf die Aktie von Siemens Healthineers mit einer gestern nach Börsenschluss bekannt gegebenen Kapitalerhöhung. Der Anteilsschein notierte im nachbörslichen Handel rund 4 Prozent schwächer.

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