Marktüberblick

Marktüberblick: Deutsche Post nach Zahlen gesucht

Der deutsche Aktienmarkt bot am Dienst ein gemischtes Bild. Während der DAX ein Minus von 0,08 Prozent auf 13.925 Punkte verzeichnete, setzten MDAX und TecDAX ihre Rally mit Aufschlägen von 0,27 und 0,05 Prozent fort. In den drei Indizes gab es 52 Gewinner und 45 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 53 Prozent. Das Gesamtvolumen lag bei 75,8 Millionen Aktien (Vortag: 67,2) im Wert von 3,52 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,07). Stärkste Sektoren waren Technologie und Transport. Am deutlichsten abwärts ging es für Bauwerte und Versorger. Vor allem zyklische Werte waren gesucht, während defensive Titel zur Schwäche neigten. Continental, Infineon und Covestro sprangen zwischen 2,46 und 3,22 Prozent nach oben und nahmen damit die vorderen Plätze im DAX-Tableau ein. Deutsche Post verbesserte sich nach der Vorlage von Zahlen und der Anhebung des Ausblicks um 2,15 Prozent. RWE, Deutsche Wohnen und E.ON gaben am anderen Ende zwischen 2,33 und 2,85 Prozent nach.

An der Wall Street notierte der Dow zur Schlussglocke 0,19 Prozent fester bei 31.069 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,08 Prozent nach unten auf 12.892 Zähler. 65 Prozent der Werte an der NYSE konnten Zugewinne verbuchen. Das Aufwärtsvolumen lag bei 75 Prozent. Es gab 354 neue 52-Wochen-Hochs und elf Tiefs. Mit Blick auf die Sektorenperformance waren Energiewerte mit Abstand am stärksten gesucht, gefolgt von zyklischen Konsumwerten und Rohstoffaktien. Auffällige Schwäche zeigten derweil Kommunikationsdienstleister und HealthCare.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen ab und beendete damit eine drei Handelstage andauernde Rally. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,53 Prozent schwächer bei 90,04 Punkten. EUR/USD stieg um 0,47 Prozent auf 1,2207 USD. Deutliche Zugewinne zeigten das Pfund Sterling sowie der Austral-Dollar.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise legte um 1,77 Prozent zu. Brent-Öl verteuerte sich mit der Erwartung eines sinkenden Angebots um 1,83 Prozent auf ein 11-Monats-Hoch bei 56,68 USD. Comex-Kupfer stieg um 2,10 Prozent auf 3,64 USD. Gold notierte 0,31 Prozent fester bei 1.857 USD (1.519 EUR). Silber, Platin und Palladium verbuchten Kursgewinne von 0,89 bis 3,68 Prozent.

Am Rentenmarkt sprang die Umlaufrendite um fünf Basispunkte auf minus 0,51 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen notierte am Abend zwei Basispunkte fester auf einem 9-Wochen-Hoch bei minus 0,48 Prozent. Der Euro-Bund-Future endete nach zwischenzeitlich stärkeren Verlusten noch 0,08 Prozent tiefer bei 176,77 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verharrte bei 1,15 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh ganz überwiegend von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index kletterte um 0,76 Prozent auf 209,40 Punkte.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf die Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone sowie auf die Verbraucherpreisdaten aus den USA. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Cropenergies. Die Aktie von Prosieben könnte heute unter einem Bloomberg-Bericht leiden, wonach sich der US-Finanzinvestor KKR von einem großen Teil seines Aktienpaketes trennen möchte.

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