Marktüberblick

Marktüberblick: Deutsche Bank im Fokus

Am deutschen Aktienmarkt dominierten zum Wochenschluss die negativen Vorzeichen. Als Belastungsfaktoren wirkten schwache Industrie-Aufträge in Deutschland und besser als erwartete Daten zum US-Arbeitsmarkt. Letztere schmälerten etwas die Fantasie für fallende Leitzinsen in der weltgrößten Volkswirtschaft. Der DAX schloss 0,48 Prozent tiefer bei 12.569 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 0,51 und 0,65 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 32 Gewinner und 69 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen überwog jedoch mit 54 Prozent. Im DAX wechselten 79,9 Millionen Aktien (Vortag: 54,7) im Wert von 2,89 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,76) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Einzelhandel, Banken und Chemie. Am schwächsten tendierten Bau, Industrie und Immobilien. Die Aktie der Deutschen Bank setzte sich vor der mit Spannung erwarteten Aufsichtsratssitzung am Wochenende und nach der Trennung von Investmentbank-Chef Garth Ritchie mit einem Aufschlag von 2,47 Prozent an die DAX-Spitze. Linde und FMC stiegen dahinter um 0,72 und 0,50 Prozent. Den schwächsten Wert im Leitindex stellte Siemens mit einem Minus von 2,93 Prozent. HeidelbergCement und Covestro büßten 2,46 respektive 1,43 Prozent ein. Im MDAX sprang die Aktie von Zalando beflügelt von einer positiven Analysteneinschätzung um 6,18 Prozent.

An der Wall Street büßte der Dow 0,16 Prozent auf 26.922 Punkte ein. Der Nasdaq 100 verabschiedete sich 0,20 Prozent tiefer bei 7.841 Zählern aus dem Handel. An der NYSE standen 1.431 Kursgewinner 1.514 Verlierern gegenüber. Das Aufwärtsvolumen lag bei 57 Prozent. Es gab 117 neue 52-Wochen-Hochs und 16 neue Tiefs. Mit Blick auf die Sektorenperformance waren Finanzwerte am stärksten gesucht. Die größten Verluste verbuchten Healthcare-Werte.

Am Devisenmarkt profitierte der US-Dollar von den starken Arbeitsmarktdaten und wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index stieg um 0,47 Prozent auf 97,17 Punkte. EUR/USD fiel um 0,53 Prozent auf 1,1224 USD.

Der S&P GSCI Rohstoffindex endete mit einem Aufschlag von 0,32 Prozent bei 422,34 Punkten. Brent-Öl verteuerte sich gestützt von den Spannungen aufgrund des Iran-Konflikts um 1,47 Prozent auf 64,23 USD. Der Preis für US-Erdgas haussierte um 5,59 Prozent auf 2,42 USD. Comex-Kupfer fiel um 0,82 Prozent auf 2,66 USD. Gold sackte belastet vom festen Dollar und den steigenden Anleiherenditen um 1,46 Prozent auf 1.400 USD (1.247 EUR) ab. Silber, Platin und Palladium büßten zwischen 0,10 und 3,82 Prozent ein.

Am Rentenmarkt kletterte die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,39 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg um drei Basispunkte auf minus 0,37 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,30 Prozent tiefer bei 173,36 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sprang um acht Basispunkte nach oben auf 2,04 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh auf breiter Front schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 1,17 Prozent auf 159,78 Punkte. Neben den gesunkenen Erwartungen an eine baldige Zinssenkung in den USA belastete auch der Konflikt zwischen Japan und Südkorea über Zwangsarbeit während des zweiten Weltkrieges.

Heute stehen von der Makroseite die Daten zur deutschen Industrieproduktion im Mai im Fokus. Von der Unternehmensseite richtet sich der Blick auf die Deutsche Bank. Wie das Geldinstitut gestern nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte, werde man einen radikalen Konzernumbau vornehmen, dem bis 2022 rund 18000 Stellen zum Opfer fallen werden und der voraussichtlich 7,4 Milliarden EUR kosten werde.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ8J3R Long Deutsche Bank Faktor: 4
CJ7T3D Short Deutsche Bank Faktor: -4

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