Marktüberblick

Marktüberblick: Daimler haussiert nach Zahlen

Am deutschen Aktienmarkt überwogen am Donnerstag die negativen Vorzeichen. Als Belastungsfaktor fungierte im Verlauf des Nachmittags eine schwache Wall Street. Der DAX verabschiedete sich gegenüber dem Vortag um einen Punkt tiefer bei 13.103 Punkten aus dem Handel. MDAX und TecDAX verzeichneten Abschläge von 0,28 und 0,54 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 35 Gewinner und 63 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 72 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 64,5 Millionen Aktien (Vortag: 68,2) im Wert von 3,15 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,16). Stärkste Sektoren waren Automobile, nach gut aufgenommenen Geschäftszahlen von Daimler, sowie Rohstoffwerte und Einzelhandel. Stark unter Druck standen derweil Banken und Versicherungen sowie Technologiewerte. Daimler belegte mit einem Plus von 4,26 Prozent die DAX-Spitze. Die ausführlichen Quartalszahlen sowie die Prognose für das Gesamtjahr wurden von den Marktteilnehmern positiv bewertet. Die Aktie übersprang erstmals seit Januar wieder die 200-Tage-Linie. Continental und BMW rückten im Kielwasser um 2,55 und 2,01 Prozent vor. Wirecard hielt mit einem Abschlag von 7,07 Prozent die rote Laterne im Leitindex. Munich Re und Deutsche Bank verloren 1,87 und 1,81 Prozent.

An der Wall Street verlor der Dow Jones Industrial belastet von schwächer als erwarteten Arbeitsmarktdaten sowie der Sorge vor einer Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China 1,30 Prozent auf 26.652 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 sackte um 2,66 Prozent auf 10.581 Zähler ab. 1.429 Kursgewinnern an der NYSE standen 1.547 Verlierer gegenüber. Das Abwärtsvolumen überwog mit 57 Prozent. Es gab 125 neue 52-Wochen-Hochs und neun neue Tiefs. Mit Blick auf die Sektorenperformance konnten lediglich nicht-zyklische Konsumwerte, Versorger und Finanzwerte moderate Zugewinne verbuchen. Am kräftigsten abwärts tendierten die Sektoren Technologie, Kommunikationsdienstleister und zyklische Konsumwerte.

Am Devisenmarkt gab der Dollar-Index gegen Ende des US-Handels nach zwischenzeitlicher Markierung eines 2-Jahres-Tiefs um 0,21 Prozent auf 94,81 Punkte nach. EUR/USD stieg um 0,19 Prozent auf 1,1591 USD und verzeichnete im Tagesverlauf ein 2-Jahres-Hoch bei 1,1626 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen waren der Franken sowie der Yen als sichere Häfen stark gesucht, während der Austral-Dollar gegenüber allen anderen Majors deutlich abwertete.

Der S&P GSCI Rohstoffindex gab um 0,59 Prozent auf 341,65 Punkte nach. Brent-Öl verbilligte sich um 2,39 Prozent auf 43,23 USD. Der Preis für US-Erdgas haussierte nach den Lagerbestandsdaten um 6,40 Prozent auf 1,83 USD. Comex-Kupfer notierte 0,22 Prozent tiefer bei 2,92 USD. Gold stieg um 0,97 Prozent auf 1.883 USD (1.627 EUR). Silber verlor nach Gewinnmitnahmen 1,79 Prozent auf 22,73 USD.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf minus 0,51 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte bei minus 0,49 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss nach einem impulslosen Handel 0,02 Prozent tiefer bei 176,76 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um einen Basispunkt auf ein 3-Monats-Tief bei 0,59 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific ex Japan Index gab um 0,68 Prozent auf 548,24 Punkte nach. Gegen den Trend präsentierte sich der taiwanesische Taipei TWSE fest und überwand damit das noch aus dem vergangenen Jahrhundert stammende Allzeithoch. Die Börsen in Japan blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Heute stehen von der Makroseite die Markit-Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone, Großbritannien und die USA im Fokus. Geschäftszahlen gibt es unter anderem von Vodafone und American Express. Bereits gestern nach US-Börsenschluss hatte der Chip-Riese Intel seine Quartalsbilanz vorgelegt, die die Konsensschätzungen bei Umsatz und Gewinn übertraf. Im nachbörslichen Handel rauschte die Aktie dennoch um rund 10,6 Prozent nach unten.

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