Marktüberblick

Marktüberblick: Daimler-Gewinnwarnung belastet Automobilwerte

Am deutschen Aktienmarkt überwogen zum Wochenstart die negativen Vorzeichen. Die Anleger hielten sich angesichts des anstehenden G20-Gipfels mit Käufen zurück. Auch der im Juni auf den tiefsten Stand seit 2014 gefallene ifo-Geschäftsklimaindex lastete auf der Stimmung. Der DAX schloss 0,52 Prozent schwächer bei 12.275 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte verlor 0,12 Prozent auf 25.470 Punkte. Gegen den Trend verbesserte sich der TecDAX um 0,27 Prozent auf 2.852 Zähler. In den genannten drei Indizes gab es 33 Gewinner und 66 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte mit 81 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 89,8 Millionen Aktien (Vortag: 210,7) im Wert von 3,26 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,92). Stärkste Sektoren waren Software (+0,26%) und Industrie (+0,04%). Am deutlichsten unter Druck standen Automobilwerte (-1,98%) nach einer Gewinnwarnung von Daimler. Daneben fielen vor allem Rohstoffwerte (-1,89%), Versorger (-1,74%) und Banken (-1,18%) durch Kursschwäche auf. Merck, Bayer und Beiersdorf besetzten mit Aufschlägen zwischen 0,37 und 1,26 Prozent nachrichtenlos die obersten Ränge in der DAX-Performanceliste. Daimler sackte nach der am Wochenende veröffentlichten Gewinnwarnung um 3,74 Prozent ab und hielt damit die rote Laterne im Leitindex.

An der Wall Street schloss der Dow 0,03 Prozent fester bei 26.728 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 endete mit einem Minus von 0,07 Prozent bei 7.723 Zählern. 59 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Kursverluste. Das Abwärtsvolumen lag bei 63 Prozent. 146 neuen 52-Wochen-Hochs standen 63 neue Tiefs gegenüber. Mit Blick auf die Sektorenperformance waren vor allem Rohstoffwerte und Hersteller nicht-zyklischer Konsumgüter (Consumer Staples) gesucht. Energiewerte und Hersteller zyklischer Konsumgüter (Consumer Discretionary) litten hingegen unter deutlichen Abgaben.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels 0,09 Prozent schwächer bei 96,00 Punkten. EUR/USD stieg um 0,24 Prozent auf ein 3-Monats-Hoch bei 1,1395 USD. Am Freitag hatte das Währungspaar den wichtigen Widerstand bei 1,1350 USD überwunden und damit ein charttechnisch bullishes Signal geliefert. Bei den anderen Hauptwährungen fielen der Austral-Dollar und der Franken durch Stärke auf, während das Pfund Sterling und der Yen zur Schwäche neigten.

Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,39 Prozent fester bei 422,80 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 0,61 Prozent auf 64,80 USD. Der Preis für US-Erdgas haussierte um 5,39 Prozent auf 2,29 USD. Gold setzte seine Rally mit einem Anstieg um 1,54 Prozent auf 1.422 USD (1.245 EUR) fort. Silber gewann 0,88 Prozent auf 15,43 USD hinzu.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,35 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um zwei Basispunkte auf minus 0,30 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,22 Prozent fester bei 172,46 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um fünf Basispunkte auf 2,02 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh ganz überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,34 Prozent auf 159,20 Punkte.

Heute stehen von der Makroseite der Index des US-Verbrauchervertrauens sowie die US-Neubauverkäufe im Fokus. Daneben könnten sich am Abend Impulse von einer Rede des Fed-Chairman Jerome Powell ergeben.

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