Marktüberblick

Marktüberblick: Daimler drückt den DAX

Der deutsche Aktienmarkt gönnte sich zur Wochenmitte eine Verschnaufpause von der kräftigen Rally des Vortages. Auf der Stimmung der Anleger lasteten enttäuschende Daten zum Auftragseingang in der deutschen Industrie und ein schwacher Ausblick sowie eine Senkung der Dividende von Daimler. Der DAX schloss 0,38 Prozent tiefer bei 11.325 Punkten. MDAX und TecDAX konnten hingegen um 0,05 und 0,39 Prozent zulegen. In den drei Indizes gab es 46 Gewinner und 55 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 55 Prozent. Im DAX wechselten 78,2 Millionen Aktien (Vortag: 92,1) im Wert von 3,20 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,79) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Technologie (+2,76%), Rohstoffe (+1,21%) und Banken (+1,04%). Am schwächsten präsentierten sich Versorger (-1,10%), Telekommunikation (-0,89%) und Chemie (-0,78%). Als Spitzenreiter im DAX verbesserte sich die Aktie von Infineon um 2,72 Prozent. Daimler sackte am Indexende nach Geschäftszahlen um 1,81 Prozent ab.

An der Wall Street verlor der Dow 0,08 Prozent auf 25.390 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,36 Prozent auf 6.998 Zähler abwärts. 58 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im negativen Terrain. Das Abwärtsvolumen betrug 62 Prozent. Es gab 61 neue 52-Wochen-Hochs und neun neue Tiefs. Bei den Sektoren lagen HealthCare und Technologie vorne. Am schwächsten tendierten Kommunikationsdienstleister und Immobilienwerte.

Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen aufwerten. Der Dollar-Index stieg den fünften Tag in Folge um diesmal 0,32 Prozent auf 96,38 Punkte. EUR/USD gab um 0,34 Prozent auf 1,1366 USD nach. Stark gesucht war der Yen, während der Austral-Dollar nach überraschend taubenhaften Aussagen seitens des Chefs der australischen Notenbank deutliche Kurseinbußen verbuchte.

Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,44 Prozent fester bei 412,00 Punkten. Brent-Öl stieg um 0,94 Prozent auf 62,56 USD. Die US-Sorte WTI verteuerte sich nach Lagerbestandsdaten um 0,45 Prozent auf 53,90 USD. Gold gab belastet vom festen Dollar um 0,67 Prozent auf 1.310 USD (1.150 EUR) nach. Silber verlor 1,05 Prozent auf 15,67 USD.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,04 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte bei 0,17 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,08 Prozent höher bei 165,54 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes endete einen Basispunkt tiefer bei 2,70 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index fiel zuletzt um 0,26 Prozent auf 156,55 Punkte. Kräftige Aufschläge verzeichnete die Börse in Australien, vor allem dank haussierender Bankwerte. Die Börsen in China und Hongkong blieben feiertagsbedingt geschlossen. Im nachrichtlichen Fokus stand die Aktie von Softbank. Diese konnte nach der Meldung eines Aktienrückkaufprogramms im Umfang von über 5 Milliarden USD um über 17 Prozent zulegen.

Heute stehen von der Makroseite die Daten zur deutschen Industrieproduktion im Fokus. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Osram Licht, Arcelormittal, Unicredit, Societe Generale, Total, Twitter, Fiat Chrysler, T-Mobile US und L’Oreal.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ8J29 Long Daimler Faktor: 5
CJ23TD Short Daimler Faktor: -5

Rechtliche Hinweise: Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise.
Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen:
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.